Ausbau MAN investiert Millionen in Servicenetz

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Bis 2030 sollen 80 Prozent der Kunden maximal eine halbe Stunde zur nächsten Werkstatt fahren. Ein Drittel der Investition soll in die E-Mobilität fließen – vom Schulungsbudget bis zu Ladepunkten.

MAN treibt zudem die Digitalisierung der Werkstattprozesse voran. (Bild:  Bernhard Huber)
MAN treibt zudem die Digitalisierung der Werkstattprozesse voran.
(Bild: Bernhard Huber)

MAN Truck & Bus will bis 2030 rund 300 Millionen Euro in den Ausbau und die Weiterentwicklung seines europäischen Servicenetzes investieren. Der Nutzfahrzeughersteller bezeichnet dies als größtes Investment dieser Art in der Unternehmensgeschichte. MAN plant neue Stützpunkte, will vorhandene Standorte modernisieren und das Netz für die Elektromobilität anpassen.

Der Hersteller betreibt laut der Mitteilung europaweit rund 1.200 eigene und Partner-Betriebe mit insgesamt rund 7.000 Beschäftigten. In Deutschland unterhält er mehr als 340 eigene und Partner-Servicestandorte. Über den Pannen- und Mobilitätsdienst Mobile24 kooperiere das Unternehmen mit mehr als 2.000 Servicestützpunkten. MAN strebt an, dass künftig fast 80 Prozent der Kunden nicht mehr als 30 Minuten Fahrzeit zum nächsten Servicestandort auf sich nehmen müssen. In diesen Märkten soll das Ziel vor 2030 erreicht werden: DACH-Region, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei. In Logistik-intensiven Regionen sollen zudem neue Stützpunkte entstehen.

Bereits 2026 sollen zwei von drei Stützpunkten für die E-Mobilität vorbereitet sein. Ein Drittel der geplanten 300 Millionen Euro soll in Elektromobilität und Digitalisierung fließen. Rund 8.000 Beschäftigte sollen vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Hochvolt-Mechaniker zum Thema E-Mobilität geschult werden. In Deutschland verdoppelt MAN das Schulungsbudget für diesen Bereich. Parallel dazu baut der Hersteller die technische Infrastruktur aus: Er betreibt bereits mehrere eigene Batteriereparatur-Zentren in Deutschland, Spanien, Belgien, Österreich und Italien. Österreich fungiere dabei als Hub für Tschechien, Slowakei und Ungarn. Bis 2030 will MAN das Netz verdichten und alle europäischen Märkte erschließen.

Neben der Reparaturinfrastruktur entsteht auch ein Ladenetz. Gemeinsam mit E.on stattet der Hersteller Serviceniederlassungen mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektro-Lkw aus. Die Kooperation umfasse bis zu 400 Ladepunkte an bis zu 170 Standorten in Europa, davon bis zu 125 in Deutschland. Im Betrieb sind bereits laut Angaben die deutschen Standorte Berlin-Wildau, Fürstenwalde und Karlsfeld, der österreichische Standort Eugendorf sowie Čestlice in Tschechien.

MAN baut zudem Photovoltaikanlagen in den Niederlassungen aus und digitalisiert die Werkstattprozesse. Serviceberater und Monteure nutzen iPads für Serviceaufträge und Dokumentationen. App-Lösungen und KI sollen die Abläufe beschleunigen.

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