Management: Führen nach Zahlen

Autor Dr. Dominik Faust

Die Übernahme eines Mitbewerbers, eine Digitalisierungsstrategie, ein neues DMS: Die Liste an denkbaren Veränderungen in Kfz-Betrieben ist lang. Sie gemeinsam und systematisch mithilfe von Kennzahlen zu planen, ist sinnvoll. Doch wie stellt man das am besten an?

Wenn ein Betrieb Veränderungen vornehmen muss, ist das Führen von Kennzahlen eine Notwendigkeit.
Wenn ein Betrieb Veränderungen vornehmen muss, ist das Führen von Kennzahlen eine Notwendigkeit.
(Bild: gpointstudio)

Niemand plant zu versagen, aber die meisten versagen beim Planen.“ Dieser Satz wird unter anderem dem großen Manager der amerikanischen Automobilindustrie, Lee Iacocca, zugeschrieben. Übertragen auf die Führung eines Kfz-Betriebs lässt er sich wie folgt interpretieren: Zwar wissen alle, dass der Erfolg von Veränderungen von einem gut durchdachten Plan mit entsprechenden Kennzahlen abhängt. Doch längst nicht alle Betriebe beherzigen professionelle Planung im ausreichenden Maße. Dabei ist das kein Hexenwerk und kann auch von kleinen Autohäusern geleistet werden.

Bei den Großen ist das Führen nach Zahlen längst Realität. Dabei geht Führen weit über Managen, über Verwalten von Istzuständen oder über die Bewertung von Zahlen aus der Vergangenheit hinaus. Sicher, auch kleinere Kfz-Betriebe sichten monatlich die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) ihrer Steuerberater. Doch sie müssen häufig allein schon aufgrund fehlender personeller Ressourcen auf ein professionelles Controlling verzichten. Genau das macht aber den Unterschied aus: Controlling bedeutet nämlich, strategische Ziele auf alle Ebenen des Unternehmens herunterzubrechen. Zudem legt es Maßnahmen fest, mit denen Teilziele erreicht werden können. Und es stellt Kennzahlen auf, die sowohl aus der Vergangenheit stammen (Umsätze der Vorjahre, Absatz pro Verkäufer der Vormonate, zurückliegende Anzahl der Arbeitswerte pro Zeiteinheit) als auch Kennzahlen, die aus realistischen Prognosen bestehen.