Digitaler Werkstattprozess Manchmal braucht es zwei Anläufe

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

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Digitalisierungsprojekte können auch scheitern – diese Erfahrung hat Christian Schlecht vom Autohaus Hirschvogel bereits gemacht. Doch das Scheitern liefert wertvolle Erkenntnisse, um es beim zweiten Versuch besser zu machen.

Gesamt-Serviceleiter Christian Schlecht (links) und Olaf Kühle von Kabema haben gemeinsam mit ihren Teams den Serviceprozess im Autohaus Hirsch­vogel digitalisiert.(Bild:  Rosenow – VCG)
Gesamt-Serviceleiter Christian Schlecht (links) und Olaf Kühle von Kabema haben gemeinsam mit ihren Teams den Serviceprozess im Autohaus Hirsch­vogel digitalisiert.
(Bild: Rosenow – VCG)

Wie so viele andere traditionsreiche Mercedes-Benz-Partner sieht sich auch die Hirschvogel-Gruppe mit Hauptsitz im niederbayerischen Straubing mit einer steigenden Komplexität ihrer IT-Landschaft konfrontiert. Bereits die Abtrennung des Lkw-Geschäfts aus der bisherigen Daimler AG machte viele Betriebe zu Mehrmarkenhändlern; mittlerweile kommen immer häufiger auch zusätzliche Pkw-Fabrikate hinzu. Bei Hirschvogel ist es beispielsweise die chinesische Marke BYD.

Um einen durchgängig digitalen Prozess darzustellen, müssen deshalb die Softwaresysteme unterschiedlicher Marken miteinander verbunden werden – und es muss zusätzlich die Möglichkeit bestehen, externe Anbieter einzubinden. Das wird schnell unübersichtlich und kompliziert; eine Erfahrung, die auch Christian Schlecht gemacht hat, Gesamt-Serviceleiter bei der Hirschvogel-Gruppe. „Wir sind schon seit Jahren mit der Digitalisierung beschäftigt“, berichtete er beim Besuch von »kfz-betrieb« in Straubing. „Beim ersten Versuch sind wir aber gescheitert.“