Mario Spitzner übernimmt Wiesmann-Geschäftsführung
Die Sportwagenmanufaktur Wiesmann soll künftig wieder am Standort Dülmen im Münsterland fertigen. An ihrer Spitze steht nun Ex-Mercedes-AMG-Manager Mario Spitzner.

Der deutsche Kleinserienhersteller Wiesmann wird seit dem 1. Oktober von Mario Spitzner geführt. Der Deutsche war bis 2014 bei Mercedes-AMG im Management tätig und soll die Marke als neuer Geschäftsführer wieder zum Erfolg führen. Seither arbeitete als Marketingchef des italienischen Herstellers für Motorradbekleidung, Dainese.
Bereits im Februar hatte das Landgericht Münster den Weg freigemacht für den Neustart und den neuen britischen Investoren Roheen und Sahir Berry das Unternehmen endgültig zugeschlagen. Vorausgegangen war der Widerspruch eines Gläubigers, der den Verkauf der Reste der insolventen Manufaktur an die neuen Investoren unterbinden wollte.
Nach der finalen Bestätigung der Übernahme hatte es bereits geheißen, dass es wieder Sportwagen Dülmener Fertigung geben soll. Ein neues Fahrzeug werde bis Ende 2016 vorgestellt. Das neue Modell, das laut „Auto Motor und Sport“ auf der im März 2011 in Genf gezeigten Wiesmann Spyder-Studie aufbauen soll, soll Anfang 2017 auf den Markt kommen.
Zusammenarbeit schon seit 2012
Die beiden neuen Eigentümer Roheen und Sahir Berry haben indische Wurzeln und arbeiteten bereits sein 2012 mit den beiden ehemaligen Eigentümern Martin und Friedhelm Wiesmann zusammen. Gemeinsam wollten beide Seiten nicht nur Rechtslenker-Modelle entwickelt, sondern auch in Großbritannien und Indien Verkaufsniederlassungen gründen. Nach der Übernahme durch die Berry-Brüder soll die Zusammenarbeit fortgesetzt werden.
Die Investoren haben das Firmengrundstück, die Markenrechte und die Produktionsfirma aus der Insolvenzmasse von Wiesmann erworben. Für den Ankauf der Namens- und Markenrechte, der Produktionsanlagen und der Wiesmann-Immobilie wurde ein höherer siebenstelliger Betrag vereinbart.
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