Markenmonitor: Dauersieger verlieren Top-Position

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Darin zeigt sich der Gesamttrend, dass die Top-Zufriedenheitswerte kaum noch mit den bisherigen Mitteln der Hersteller-Händler-Beziehungen verbessern lassen, konstatierte Reindl. Dagegen würden die Werte am unteren Ende der Skala kontinuierlich steigen.

Einen Wechsel an der Spitze gab es ebenfalls bei den großen Importeursfabrikaten. In dieser Gruppe verdrängte Toyota den Vorjahressieger Skoda, obwohl bei den Japanern die Gesamtzufriedenheit von 2,54 auf 2,60 gesunken ist. Gleichzeitig rutschte jedoch der Wert der Skoda-Partner um 0,18 Punkte auf den Notenschnitt von 2,63 ab. Skoda ist damit hinter Subaru und Hyundai der dritte große Verlierer im Gesamtranking.

Opel ist Top-Aufsteiger des Markenmonitors 2014

Ebenfalls um 0,18 Punkte rutschte der Zufriedenheitswert der Ford-Händler ab. Damit belegt das Fabrikat in der Gruppe der deutschen Volumenhersteller nur noch Rang drei hinter Opel. Die Rüsselsheimer legten gleich um 0,29 Punkte zu und nähern sich damit an das Volkswagen-Ergebnis an, das von 2,37 auf 2,43 gesunken ist. Der gute Opel-Wert geht unter anderem auf große Sprünge in den Feldern „Produkt und Marke“, „Aftersales“ und „Netzpolitik/allgemeine Zusammenarbeit“ zurück, während bei Ford die Beziehung zwischen Hersteller und Händler in allen abgefragten Bereichen verschlechterte.

Mit der gemessenen Entwicklung ist Opel zugleich Aufsteiger des Jahres in der Gesamtzufriedenheit vor Mazda (+0,20), Peugeot (+0,20), Smart (+0,19) und Dacia (+0,13).

Positivere Stimmung im Premiumsegment

Konstanz herrscht dagegen bei den Premiumherstellern. Mit dem Gesamtergebnis von 2,33 veränderte sich die Zufriedenheit der Mercedes-Benz-Partner nur unmerklich (bisher: 2,32). Jedoch holte Konkurrent Audi kräftig auf: Der Notenschnitt kletterte von 2,42 auf 2,35. Die Vertriebspartner äußerten sich vor allem in den Bereichen „Gebrauchtwagengeschäft“ und „Aftersales“ deutlich positiver als im Vorjahr. Mit der aktuellen Entwicklung festigte Audi zugleich den Vorsprung auf BMW (2,46), wobei auch die Zufriedenheitswerte für die Münchener Marke leicht um 0,08 Punkte zulegten.

Für die Erhebung wurden vom 11. März bis 7. April 1020 Inhaber von eigenständigen Handelsbetrieben in ausführlichen Interviews zu 31 Kriterien der Hersteller-Händlerbeziehung durch die Nürnberger Marktforschung Puls befragt. Die Benotung erfolgte nach dem Schulnotensystem.

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