Markenmonitor: Dauersieger verlieren Top-Position

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Die Gesamtzufriedenheit des Autohandels hat sich laut dem Schwacke-Markenmonitor leicht erhöht. Allerdings gilt das nicht für alle Marken, ausgerechnet die Dauersieger rutschten kräftig ab.

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Schwacke-Geschäftsführer Daniel Breves erklärte die Systematik des Markenmonotors.
Schwacke-Geschäftsführer Daniel Breves erklärte die Systematik des Markenmonotors.
(Foto: Richter)

Die Stimmung des Automobilhandels ist über alle Marken hinweg trotz einer meist verbesserungswürdigen Rendite weiterhin gut. Das geht aus dem am Freitagabend im Vorfeld der AMI zum 17. Mal vorgestellten Schwacke-Markenmonitor hervor. Die Gesamtzufriedenheit verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahreserhebung um 0,03 Punkte und hat damit den zweitbesten Wert seit Beginn der Branchenbefragung erreicht.

Das allerdings gilt ausgerechnet nicht für die Dauersieger der vergangenen Jahre. In der Kategorie der kleinen Importeursfabrikate rutsche Subaru, durchgängig Erstplatzierter von 2005 bis 2013, gleich auf Platz vier ab. Die Gesamtnote für das Fabrikat fiel von 2,39 auf 2,73. Mögliche Ursachen für die Entwicklung sah Prof. Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft, der die Ergebnisse präsentierte, in der zuletzt schwierigen Modellpolitik des Importeurs und der schwachen Absatzentwicklung. Sieger in dieser Kategorie wurde Suzuki. Das Fabrikat verbesserte sich von der Note 2,66 auf 2,55.

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In der Gruppe der Nischenfabrikate, die Modelle mit einem speziellen Modellmix zusammenfasst, musste sich mit Porsche das zweite langjährige Siegerfabrikat geschlagen geben. Die Schwaben büßten in der Zufriedenheitsnote 0,09 Punkte ein und belegten nur noch Platz zwei. Überholt wurde der Premiumhersteller dabei von Smart, dessen Note von 2,43 auf 2,24 hochschnellte. Das Ergebnis bezeichnete Reindl als durchaus überraschend, da Smart ausgerechnet im Gegensatz zu Porsche seit langem keine neuen Produkte vorzuweisen hat. „Doch hier hat allein die Ankündigung gereicht, während sich bei den Porsche-Händler doch die hohen Investitionen wegen der neuen Modelle bemerkbar machen.“

Neben ihrer Erstplatzierung im Nischensegment sind die Smart-Partner zugleich im Gesamtranking die zufriedensten Händler vor den Porsche-Inhabern und den Mercedes-, Audi- und den Jaguar-Land-Rover-Partnern. Letztere wurden dieses Jahr erstmals zu einer Gruppe zusammengefasst, ausgelöst durch die Zusammenlegung der Vertriebsstrukturen des Importeurs.

Handlungsbedarf bei Citroën

Am anderen Ende der Skala steht erneut Citroën an letzter Position, eine Konstanz, aus der Reindl „dringenden Gesprächsbedarf“ zwischen Importeur und Handel ableitete. Ebenso unerfreulich ist die Situation beim Vorletzten Renault sowie dem drittletzten Fabrikat Fiat. Zu den Flop-Fünf gehören zudem Honda und Nissan, wobei sich bei allen fünf genannten Fabrikaten die Zufriedenheitswerte um 0,01 bis 0,05 Punkte verbessert hatten.

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