May & Olde legt 2014 zu
Die Handelsgruppe hat beim BMW-Absatz zwar Rückgänge hinnehmen müssen, konnte das aber durch Mini-Verkäufe und ein gutes GW-Geschäft kompensieren. Auch in der Werkstatt lief es gut.

Der BMW- und Mini-Händler May & Olde hat das Geschäftsjahr 2014 erfolgreich abgeschlossen. Im vergangenen Jahr habe die Gruppe mit 118,3 Millionen Euro ein Umsatzplus von 9,1 Prozent im Vergleich zu 2013 erzielt, sagte Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter bei May & Olde, am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Wedel. Damit habe der Händler sein für 2014 festgelegtes Ziel von 116 Millionen Euro überschritten.
„Nach den zuerst enttäuschenden Zahlen bis zur Jahreshälfte konnten wir den Jahresendspurt im vierten Quartal überraschend gut abschließen“, resümierte Rönsch. Allerdings lief es nicht überall ganz rund. „Unser Ziel haben wir im BMW-Neuwagenbereich nicht ganz erreicht, konnten uns aber bei Mini und im Gebrauchtwagengeschäft deutlich verbessern und so ein positives Gesamtergebnis erzielen“, sagte Rönsch.
Konkret heißt das: Die Zahl der verkauften BMW-Fahrzeuge ging im vergangenen Jahr verglichen mit 2013 um 7,4 Prozent auf 896 Stück zurück. Beim Mini-Absatz legte May & Olde um 4,7 Prozent auf 221 Einheiten zu. Zusammen mit 12 i-Modellen sowie zusätzlich 86 Großkundenfahrzeugen verkaufte die Gruppe insgesamt 1.215 Neuwagen (-4 %). Beim Gebrauchtwagenabsatz steigerte sich das Unternehmen dagegen um 10 Prozent auf 2.361 Stück.
Noch deutlicher als der Absatz gingen die Deckungsbeiträge im Neuwagengeschäft zurück. Im Gebrauchtwagengeschäft verdiente May & Olde 2014 dagegen mehr Geld als ein Jahr zuvor. Vor allem klingelte die Kasse aber im Aftersales. „Haupttreiber war dabei das Teilegeschäft“, sagte Rönsch. Aber es kamen auch mehr Kunden zum Service. Die Zahl der Werkstattdurchgänge stieg von 32.895 im Jahr 2013 auf 33.788 im vergangenen Jahr (+2,7 %).
„Ein Autohaus verdient sein Geld heutzutage für gewöhnlich im Service“, sagte Rönsch. Daher will sich May & Olde verstärkt auf das Werkstattgeschäft fokussieren. Erst kürzlich hat das Unternehmen mit Michael Matuschek auf der neu geschaffenen Position des Aftersales-Leiters einen eigenen Verantwortlichen für diesen Bereich eingestellt, der die Erträge in dieser Sparte ausbauen soll.

Das laufende Jahr hat für May & Olde gut angefangen. „Im ersten Quartal lief es in allen Bereichen besser als 2014“, sagte Christian Rönsch. Für das Gesamtjahr gibt er eine positive Prognose. „2015 kommt BMW mit 15 neuen und überarbeiteten Modellen, wie dem BMW X1 und dem BMW 7er, auf den Markt“, erläuterte der Geschäftsführer. Der Ende 2014 gestartete 2er Active Tourer komme im Marktgebiet gut an. Auch das Geschäft mit SUV entwickele sich gut. Deshalb soll der Neuwagenabsatz auf über 1.400 Einheiten steigen. Die Gebrauchtwagenverkäufe sollen sich auf dem Niveau des Jahres 2014 bewegen. „Insgesamt erwarten wir eine erneute Steigerung auf rund 119,3 Millionen Euro“, so Rönsch.
Das Unternehmen investiert unterdessen in seine Standorte. In Itzehoe sind in einem ersten Bauabschnitt neue Werkstattarbeitsplätze entstanden. Es folgt eine Erweiterung und Modernisierung des Ausstellungsraums. Insgesamt fließen dort 1,8 Millionen Euro in Technik und Einrichtung. Der Umbau soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.
Die Autohandelsgruppe May & Olde betreibt sieben Standorten in Schleswig-Holstein: Halstenbek, Elmshorn, Quickborn, Kaltenkirchen, Itzehoe, Heide und Rendsburg. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 233 Mitarbeiter, davon 63 Auszubildende.
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