May & Olde überflügelt den Markt
Die Autohausgruppe May & Olde hat 2013 bessere Geschäfte gemacht als ein Jahr zuvor. Dank neuer Strukturen legte der BMW- und Mini-Händler bei Umsatz und Absatz weiter zu.

Die Autohausgruppe May & Olde aus Schleswig-Holstein hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem mehr als befriedigenden Ergebnis abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch auf seiner Bilanz-Pressekonferenz in Itzehoe mitteilte, erwirtschaftete der BMW- und Mini-Händler im vergangenen Jahr einen Umsatz von 108 Millionen Euro und damit 5,7 Prozent mehr als 2012.
Vor allem das Neuwagengeschäft (+ 3,7 %) und der Teilevertrieb (+ 5,6 %) trugen zum Umsatzzuwachs bei. Zugleich koppelte sich die Autohausgruppe damit erfolgreich von der Negativentwicklung des deutschen Pkw-Gesamtmarkts (- 4,2 %) ab. Einbußen musste der Händler dagegen beim Gebrauchtwagengeschäft (- 1,4 %) und bei der Zahl der Werkstattdurchgänge hinnehmen.
Den Rückgang im Service begründete Geschäftsführer Christian Rönsch vor allem mit der hohen Fahrzeugqualität und längeren Wartungsintervallen. Dass sich das Unternehmen dennoch überdurchschnittlich gut entwickelt habe, führt Rönsch inbesondere auf die neue Matrix-Struktur der Autohausgruppe und optimierte Geschäftsprozesse zurück. So etwa schuf das Unternehmen für den Neuwagenverkauf, den Teilevertrieb und das Servicegeschäft neue Gesamtverantwortungen.
Große Ziele für 2014
Für 2014 hat sich May & Olde ehrgeizige Ziele gesteckt: Beim Umsatz möchte das Unternehmen um weitere zehn Millionen Euro wachsen. Zudem will Rönsch 239 Neu- und 64 Gebrauchtwagen mehr absetzen als im Vorjahr. Gestützt wird die optimistische Prognose von den für dieses Jahr avisierten Modelleinführungen. Neben dem BMW 2er Active Tourer und dem neuen Mini kommen bis Jahresende noch 13 weitere Modelle auf den Markt. Dementsprechend investiert May & Olde in seinen Standort Itzehoe. So fließen rund 1,8 Millionen Euro in den Bau eines neuen Showrooms, der im Herbst bezugsfertig sein soll.
Bereits Ende 2013 startete May & Olde im Itzehoer Stammhaus den Verkauf des neuen BMW-Stromers i3. Für das Elektroauto ist ein eigener Verkäufer zuständig, der den Kunden bei Roadshows und im Außendienst das neue Modell und dessen Technologie erklärt. Laut Geschäftsführer Christian Rönsch hat das Unternehmen seit November pro Monat durchschnittlich drei Exemplare des BMW i3 verkauft – ausgeliefert werden die Autos aber erst in diesen Tagen.
„Nach der ersten Euphorie rund um die Markteinführung des i3 beginnt für uns nun die richtige Arbeit“, sagt Firmengründer und Gesellschafter Michael May. „Jetzt gilt es, die Probefahrten in konkrete Kaufabschlüsse umzumünzen.“
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