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Reduziert hat Mazda bei seinem Kleinwagen im Zuge der Hybridisierung die Leistungsstufen seines 1,5-Liter-Vierzylinderbenziners: Das 85 kW/115 PS starke Topmodell ist nicht mehr erhältlich. Die Käufer haben nur noch die Wahl zwischen einer 55 kW/75 PS- und einer 66 kW/ 90 PS-Version. Letzterer traut Mazda auch das größte Verkaufspotenzial zu.
Der Leverkusener Importeur rechnet damit, dass sich 93 Prozent für den leistungsstärkeren Antrieb entscheiden werden, der serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist und der über einen Riemenstarter-Generator samt 24-Volt-Bordnetz verfügt. Dieses sorgt speziell beim stadttypischen Start-Stopp-für ein geschmeidigeres Fahrgefühl. Den Verkaufsanteil des optionalen, auf die 90-PS-Version beschränkte Wandlerautomatik, schätzt Mazda auf knapp fünf Prozent. Folglich hat Mazda hier auch Entwicklungskosten eingespart, und auf eine Hybridisierung verzichtet.
Auf den Testfahrten, die vorwiegend auf Landstraßen und im Stadtverkehr stattfanden, machte der 90 PS Saugbenziner mit 148 Nm Drehmoment eine ganz ordentliche Figur. Sicher: Da Mazda traditionell auf eine Turbounterstützung verzichtet, ist es gerade bei Steigungen häufiger nötig, zum Schalthebel zu greifen. Auch wer auf der Autobahn zügig überholen will, dürfte keine Freudensprünge im Mazda 2 machen.
Da das Sechsgang-Getriebe jedoch schön präzise seine Arbeit verrichtet und leichtgängig ist, trübt das nicht den Gesamteindruck – zumal der Mazda 2 immer noch ein Kleinwagen ist. Nach der rund 130 km langen Testfahrt wies der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Liter aus – 0,5 Liter mehr als nach WLTP angegeben.
Gute Figur in der Riege der Kleinwagen
Fazit: In der Riege der Kleinwagen macht der überarbeitete Mazda 2 durchaus eine gute Figur. Gerade wer auf Komfort Wert legt, ein elegantes Design sucht und auch mal auf längeren Strecken unterwegs ist, der ist mit ihm bestens bedient. Der Geräuschpegel im Innenraum ist erfreulich niedrig, einen schlechten Straßenbelag steckt der Kleinwagen locker weg. Die neue optionale Lenkradheizung sorgt im Kombination mit der Sitzheizung auch an kalten Tagen für Wohlgefühl.
Schade, aber durchaus verständlich im preissensiblen B-Segment ist, dass Mazda sich beim Head-up-Display für die kostengünstigere Variante entschieden hat. Die Fahrinformationen werden nicht, wie beim Mazda 3, direkt in die Windschutzscheibe projiziert. Dafür ist der Mazda 2 jetzt in puncto Konnektivität auf dem neuesten Stand: Neben Apple Car Play gibt es auch Android Auto.
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