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Mazda 2: Hybridisiert und aufgehübscht

Autor: Julia Mauritz

Der mindestens 14.190 Euro teure, überarbeitete Kleinwagen feiert an diesem Wochenende Premiere im Handel. Gefeilt hat Mazda mit Blick auf die strengeren CO2-Emissionsgrenzwerte vor allem am Motor.

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Der aufgefrischte Mazda 2 ist serienmäßig als Mildhybrid erhältlich.
Der aufgefrischte Mazda 2 ist serienmäßig als Mildhybrid erhältlich.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Es gibt nicht wenige Hersteller, die ihre Einstiegsmodelle mit Verbrenner im Kleinst- und Kleinwagen zuletzt kurzerhand aus dem Programm genommen haben. Denn im Hinblick auf die strengeren C02-Emissionsgrenzwerte stellt sich gerade im preissensiblen Segment für einen Autobauer schnell die Frage nach der Wirtschaftlichkeit.

Mazda geht – mal wieder – seinen eigenen Weg. Der Mazda 2 bleibt im 100. Jubiläumsjahr des japanischen Herstellers ein fester Bestandteil des Produktportfolios. Das Modell steuert in Deutschland seit Jahren kontinuierlich zwischen knapp 9.000 und knapp 10.000 Einheiten bei. Damit gehört er zwar nicht zu den Bestsellern des Leverkusener Importeurs, der 2019 insgesamt 71.630 Fahrzeuge neu zugelassen hatte, hat aber durchaus eine Daseinsberechtigung.

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Damit der Mazda 2 die CO2-Gesamtbilanz nicht verdirbt, hat der Hersteller motorentechnisch eingegriffen. Die wichtigste Neuerung ist die Mildhybrid-Einführung bei den Varianten mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Damit unterschreitet das Fahrzeug nun die magische Schallgrenze von 95 Gramm CO2 pro Kilometer. Auch ein optisches Makeover hat Mazda seinem Einstiegsmodell in diesem Zuge gegönnt. Das Ergebnis können Interessenten ab sofort in Augenschein nehmen.

Am 31. Januar und 1. Februar feiert der überarbeitete Kleinwagen seine offizielle Handelspremiere. 7.000 Einheiten traut Mazda Deutschland seinem mindestens 14.190 Euro teuren Modell zu. Als Grund für das geringere Verkaufsvolumen nennt der Leverkusener Importeur „die stärker veränderten Marktbedingungen“. Modellübergreifend stehen für 2020 ebenfalls nur rund 60.000 Neuzulassungen auf dem Verkaufsplan.

Preis steigt um einige hundert Euro

Auch wenn Mazda stolz darauf ist, dass es gelungen sei, die CO2-Emissionen von 111 auf 94 g/CO2 zu senken, ohne die Kosten überproportional zu steigern: Im Vergleich zum 2019-Modell müssen die Käufer dennoch einige hundert Euro mehr in die Hand nehmen.

Was das Außendesign angeht, sind die Änderungen im Vergleich zum 2019-Modell recht moderat – vor allem bei der Heckpartie muss man zweimal hinschauen, um einen Unterschied zu erkennen. An der Fahrzeugfront sind die Retuschen durch den neu gestalteten Kühlergrill und die überarbeitete Frontscheinwerferpartie schon deutlicher.

Im Interieur hat der Mazda 2 deutlich dazugewonnen, sowohl was die Optik als auch die Haptik angeht. Trotz des etwas höheren Hartplastikanteils ist die Verwandtschaft zum großen Bruder Mazda 3 unverkennbar. Anders als manch ein Wettbewerber, der auf poppige Farben setzt, bleibt Mazda seinem elegant-klassischen Design treu und haucht dem Kleinwagen somit durchaus ein wenig Premiumfeeling ein. Der Kofferraum ist für ein B-Segment-Modell mit 290 Litern zwar nicht üppig, aber durchaus ordentlich dimensioniert. Positiv hervor sticht aber vor allem der hohe Komfort auf den neu entwickelten Sitzen, die die Frontpassagiere gerade auf längeren Strecken glatt vergessen lassen, dass man sich in einem Kleinwagen befindet.

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Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Stv. Ressortleiterin