EU AI Act ab August 2026 Autohändler müssen KI-Nutzung überprüfen

Von Silvia Lulei 4 min Lesedauer

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Der EU AI Act tritt im August in Kraft und stellt den deutschen Autohandel vor Herausforderungen. Viele Händler nutzen KI-Tools – oft ohne es zu wissen. Allerdings liegt die Verantwortung beim Anwender. Es drohen Millionenstrafen.

Ab August 2026 müssen Händler offenlegen, wozu sie KI verwenden – Fotos, Marketing etc. – auch, wenn sie KI über Tools von Drittanbietern einsetzen. Das kann knifflig werden.(Bild: ©  InfiniteFlow - adobe.stock.com)
Ab August 2026 müssen Händler offenlegen, wozu sie KI verwenden – Fotos, Marketing etc. – auch, wenn sie KI über Tools von Drittanbietern einsetzen. Das kann knifflig werden.
(Bild: © InfiniteFlow - adobe.stock.com)

Der Countdown läuft: Deutsche Autohändler, Makler, Leasinggesellschaften und Online-Marktplätze müssen ihre Nutzung künstlicher Intelligenz auf den Prüfstand stellen. Denn das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz (EU AI Act) wird am 2. August 2026 wirksam – und viele Unternehmen sind darauf nicht vorbereitet. „Der Automobilhandel hat KI im Marketing und Merchandising schnell eingeführt, aber die Regulierung holt auf“, warnt Martijn Versteegen, CEO von Imagin Studio, einem niederländischen Unternehmen, das Automotive-Visuals erstellt. „Viele Unternehmen sind sich noch nicht bewusst, dass sie ihren Kunden mitteilen müssen, wenn KI zur Erzeugung oder Veränderung von Fahrzeugbildern eingesetzt wurde.“

Transparenzpflicht trifft Bilderwelten

Eine unmittelbare Auswirkung für den Autohandel ergibt sich aus Artikel 50 des EU AI Act. Dieser verpflichtet Unternehmen, offenzulegen, wenn Bilder, Video- oder Audioinhalte durch KI generiert oder manipuliert wurden. Für Autohäuser bedeutet dies: Jedes KI-generierte Fahrzeugbild, jeder optimierte Hintergrund und jede synthetische Fahrzeugkonfiguration in Online-Angeboten muss gekennzeichnet werden.