Neuer Antrieb Mazda CX-60 Diesel – Der Gegen-den-Strom-Schwimmer

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Plug-in-Hybride oder Diesel? Ab sofort bietet Mazda den Käufern seines Topmodells beide Optionen an. Der neu entwickelte Selbstzünder ist dabei auf Effizienz getrimmt – ohne Abstriche beim Fahrgefühl zu machen.

Mit dem CX-60 Diesel will Mazda viele Neukunden erobern.(Bild:  Mauritz – »kfz-betrieb«)
Mit dem CX-60 Diesel will Mazda viele Neukunden erobern.
(Bild: Mauritz – »kfz-betrieb«)

Ist es sinnvoll, in eine neue Dieselgeneration zu investieren? Immer mehr Automobilhersteller haben diese Frage für sich längst mit nein beantwortet. Sie setzen auf Elektrifizierung. Mazda sieht das anders und hält stoisch an seiner Multi-Solution-Strategie fest: Der japanische Hersteller ist überzeugt, dass es für unterschiedliche Anwendungen eine jeweils passende Antriebslösung gibt. Neben Elektroautos und Plug-in-Hybriden feilen die Ingenieure folglich auch bei Verbrennern weiter an einer Effizienzsteigerung.

Und tatsächlich: Der neue Mazda CX-60 Diesel, der preislich bei 46.150 Euro startet, beweist, dass da durchaus noch was geht. Die aktuelle Modellgeneration des CX-5 verbraucht mit einem 2,2-Liter-Dieselantrieb unter der Motorhaube im WLTP-Modus gemessen 6,6 Liter pro 100 Kilometer. Der neu entwickelte, längs eingebaute 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel im CX-60 hingegen begnügt sich je nach Leistungsvariante mit 5 bis 5,3 Litern pro 100 Kilometer – und das, obwohl das neue Crossover-SUV, mit dem Mazda sein Portfolio nach oben abrundet, einige Hundert Kilo mehr auf die Waage bringt.

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Noch erstaunlicher ist, dass sich dieser WLTP-Wert in der Praxis noch spürbar unterbieten lässt. Auf einer gut 150 Kilometer langen Testfahrt auf spanischen Landstraßen und Autobahnen mit dem laufruhigen 147 kW/200 PS starken Einstiegsdiesel, der ein maximales Drehmoment von 450 Nm an die Hinterachse abgibt, vermeldete der Bordcomputer 4,8 Liter Verbrauch. Das Fahrgefühl: durchweg geschmeidig, wie für ein Sechs-Zylinder-Triebwerk typisch. Als harmonisch bezeichnen kann man auch dessen Zusammenspiel mit der Achtgang-Automatik, die Mazda selbst entwickelt hat.

Der Eindruck, dass der CX-60 aufgrund seiner Effzienzmaximierung untermotorisiert ist, kam bei der Testfahrt nicht auf – auf deutschen Autobahnen mit höheren Geschwindigkeiten und häufigeren Beschleunigungen könnte das allerdings anders aussehen. Als Lösung hat Mazda den CX-60 Diesel folglich auch noch in einer stärkeren Leistungsvariante samt Allradantrieb im Angebot: Der mindestens 51.350 Euro teure und 187 kW/254 PS starke Selbstzünder beschleunigt das Mittelklasse-SUV in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat ein maximales Drehmoment von 550 Nm. Schluss ist bei 219 km/h.

Unterstützt werden beide Antriebsvarianten von einem Mildhybrid-System: Der 12,5 kW/17 PS starke Elektromotor rekuperiert Bremsenergie und trägt auf diese Weise dazu bei, die Effizienz zu steigern. Im Kern aber gehen die Topwerte auf das Konto von Mazdas neuem Brennverfahren.

40 Prozent Dieselanteil

Die Erwartungen, die Mazda an sein gut zwei Tonnen schweres Spitzenmodell hat, sind hoch: 2023 will Mazda deutschlandweit insgesamt gut 7.800 Einheiten des CX-60 verkaufen. Den Dieselanteil schätzt Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan dabei auf rund 40 Prozent.

Mit dem neuen Antrieb will Mazda vor allem verstärkt Neukunden gewinnen: nämlich solche, die oft Langstrecken fahren und die Wert auf eine hohe Anhängelast legen. „Der Trend, Neukunden zu gewinnen, dürfte sich durch den Diesel verstärken“, so der Mazda-Deutschland-Geschäftsführer. Schließlich hätten zahlreiche andere Hersteller ein solches Modell nicht mehr im Portfolio.

Beim CX-60 PHEV liegt der Neukundenanteil aktuell bei 42 Prozent. Gewinnen konnte Mazda bislang nach eigenen Angaben vor allem Käufer, die von deutschen Premiummarken wie Mercedes-Benz, BMW oder Audi kommen. Aber auch manch ein ehemaliger VW-Fahrer besitze nun einen CX-60.

Verwunderlich ist das nicht, denn Mazda hat mit dem 4,9 Meter langen CX-60 Diesel ein stimmiges Gesamtpaket geschaffen: vom Preis-Leistungs-Verhältnis über das ansprechende Außendesign und das japanisch angehauchte Interieur bis zum Antriebskonzept.

 

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