Mazda-Händler entdecken Mexiko

Von Julia Mauritz

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Führungen durch Händlerbetriebe, ein Werksbesuch und jede Menge Kultur und Natur: Auf der Reise nach Mittelamerika jagte ein Höhepunkt den nächsten.

In Mexiko-City besuchten die deutschen Mazda-Händler das jüngste Autohaus der Zapata-Gruppe.(Foto:  Zapata)
In Mexiko-City besuchten die deutschen Mazda-Händler das jüngste Autohaus der Zapata-Gruppe.
(Foto: Zapata)

Dass der Automobilhandel in Mexiko ganz anders läuft als hierzulande, davon konnten sich 50 deutsche Mazda-Händler Mitte Februar persönlich überzeugen. Mazda Deutschland hatte die Sieger eines Verkaufswettbewerbs samt Begleitung in das mittelamerikanische Land eingeladen, um einen Blick über den berühmten Tellerrand zu werfen. Ebenfalls mit von der Partie war fast die gesamte Führungsriege des Leverkusener Importeurs, darunter Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Josef A. Schmid und Vertriebsdirektor Bernhard Kaplan.

Neben der Besichtigung des 2014 eröffneten Mazda-Werks in Salamanca, in dem jährlich rund 250.000 Mazda 3 und Mazda 2 vom Band rollen, standen auch die Besuche von zwei Händlerbetrieben in Mexiko City und Cancun auf dem Programm. Beeindruckt zeigten sich die deutschen Händler vor allem von dem Autohaus Zapata Torre Norte in der mexikanischen Hauptstadt.

Den repräsentativen Glaspalast hatte die Autohausgruppe erst im vergangenen Sommer eröffnet. Insgesamt betreibt sie fünf Filialen – davon drei in der 25-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko City. Von Juni bis Dezember vermarktete das Unternehmen an seinem neuen Standort 568 Neuwagen – und damit rund ein Prozent des gesamten Verkaufsvolumens von Mazda in Mexiko.

Ein erfolgreiches Neuwagengeschäft ist für den Betrieb auch lebenswichtig, denn Gebrauchtwagen werden am neuen Standort aus Platzgründen nicht verkauft. Die Inzahlungnahmen wandern je nach Fahrzeugalter entweder in andere Filialen der Autohausgruppe oder an Wiederverkäufer.

Und auch das Servicegeschäft spielt für die mexikanischen Mazda-Händler aus Ertragssicht kaum eine Rolle: Die Werkstatt dient in erster Linie dazu, die Kunden an das Autohaus zu binden.

Mazda-Händlerreise nach Mexiko: Das Rahmenprogramm
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Die Personalkosten fallen in Mexiko dabei deutlich weniger ins Gewicht als hierzulande: Das monatliche Durchschnittseinkommen der Mexikaner liegt bei 770 US-Dollar. Mit einem Verkaufspreis von rund 14.380 US-Dollar ist somit zum Beispiel die Mazda-3-Limousine klar den Besserverdienern vorbehalten – Mazda zählt im mittelamerikanischen Land schon zu den Premiummarken.

Deutlich anders als in Deutschland ist auch das Händlernetz in Mexiko strukturiert. Trotz eines vergleichbaren Verkaufsvolumens ist die Zahl der Mazda-Partner sehr überschaubar: Während es in Deutschland rund 460 Vertriebsstützpunkte gibt, gibt es in Mexiko gerade einmal 54 Betriebe.

Der größte Wettbewerber von Mazda ist trotz der großen Beliebtheit des Jetta und des Vento nicht Volkswagen, sondern Nissan. Der japanische Hersteller bringt es im mittelamerikanischen Land auf einen stolzen Marktanteil von über 25 Prozent, auf Platz zwei folgt Chevrolet mit einem Marktanteil von gut 18 Prozent. Mazda lag im vergangenen Jahr mit einem Marktanteil von 4,2 Prozent auf Rang sieben unter den Automobilherstellern.

Anders als im weitestgehend gesättigten Europa steckt in Mexiko für die einzelnen Marken noch enormes Wachstumspotenzial: 2015 ist der mexikanische Automarkt um fast 20 Prozent gewachsen. Das kommt auch dem Mazda-Werk in Salamanca zugute, das aktuell 27 Prozent seiner Gesamtproduktion von täglich rund 1.000 Fahrzeugen nach Europa exportiert – neun Prozent sind für den deutschen Markt bestimmt.

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