Mechatroniker kritisieren Arbeitsbedingungen

Redakteur: Andreas Grimm, Andreas Grimm

Die Werkstattmitarbeiter halten laut einer Online-Umfrage ihre Arbeitsbedingungen für verbesserungswürdig. Der Lohn entspricht ihrer Wahrnehmung nach nicht der anstrengenden Tätigkeit.

Laut einer Online-Umfrage sind die Beschäftigten in den Kfz-Werkstätten mit ihren Arbeitsbedingungen nicht besonders zufrieden. Den Ergebnissen zufolge empfinden sie ihre Tätigkeiten als anstrengend, die Bezahlung dafür allerdings eher mager. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, an der 920 Personen teilgenommen haben.

Der nicht repräsentativen Umfrage zufolge beträgt das Durchschnittseinkommen eine Kfz-Mechanikers / -Mechatronikers 2.269 Euro. Das Gehalt steigt dabei mit den Berufsjahren an. Während frisch ausgelernte Kräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung im Schnitt 2.004 Euro erhalten, gehen die erfahrenen Mitarbeiter, die 20 Jahre und mehr im Berufsleben stehen, mit 2.475 Euro nach Hause.

Mehrfaches Lohngefälle

Einen deutlich besseren Verdienst haben zudem Mitarbeiter in Betrieben mit Tarifbindung. Sie verdienen im Schnitt 2.586 Euro, ohne Tarifbindung sind es nur 2.073 Euro. Auch zwischen den Vergütungen in Ost- und Westdeutschland herrscht der Umfrage zufolge noch eine deutliche Diskrepanz. In den neuen Ländern liege das Einkommen der Kfz-Mechaniker im Schnitt 28 Prozent unter den Werten in den alten Ländern. Zudem sei Mehrarbeit in den Betrieben weit verbreitet, heißt es.

Unter dem Strich geben die Befragten iher Arbeitsstelle schlechte Noten. Ihre Tätigkeit werten sie als relativ anstrengend. Auf einer Skala von 0 (nie stressig) bis 5 (täglicher Stress) ergab sich ein Wert von 3,7. Auch die Bezahlung für die geleistete Arbeit entspricht nicht den Erwartungen. Mit dem Mittelwert 2,2 äußerten sich die Befragten stärker in Richtung „überhaupt nicht zufrieden“ statt „in jeder Hinsicht zufrieden“.

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