Eurobike 2024 Mehr Besucher auf der Leitmesse der Fahrradbranche

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Über 35.000 Fachbesucher begrüßten die Veranstalter vom 3. bis zum 5. Juli auf der Eurobike. Auch für Autohändler und Werkstätten gab es dort interessante Themen – beispielsweise für das Servicegeschäft.

Rund 35.000 Fachbesucher und 33.000 Endkunden besuchten die Eurobike in Frankfurt am Main.(Bild:  Rosenow – VCG)
Rund 35.000 Fachbesucher und 33.000 Endkunden besuchten die Eurobike in Frankfurt am Main.
(Bild: Rosenow – VCG)

Der Verkauf von Fahrrädern und vor allem E-Bikes gehört in immer mehr Kfz-Betrieben zum Alltag. Manche stellen nur ein paar Bikes in den Schauraum, andere betreiben ganze Standorte exklusiv für den Fahrradhandel – und einige wenige Unternehmen gehen sogar noch deutlich weiter – wie das Autohaus Weeber, das mit Waldbike seine eigene Fahrradmarke gegründet hat.

Ein Thema, das jedoch nur sehr wenige Kfz-Betriebe auf dem Schirm haben, ist der Service. Natürlich – wer Fahrräder verkauft, der muss seinen Kunden dafür auch Werkstattleistungen bieten. Doch der Fahrradmarkt differenziert sich immer mehr aus und längst gibt es Fahrzeugkonzepte, die mit dem klassischen Drahtesel nur noch die Tretkurbeln gemeinsam haben. Schwere Lastenräder und -trikes sind von ihren Ausmaßen und ihrer Reifen- und Fahrwerktechnik längst keine Fahrräder mehr und benötigen im Service eher die Hebetechnik und die Werkstattausrüstung einer Pkw-Werkstatt. Eine der wenigen Kfz-Werkstätten, die diesen Bedarf bereits erkannt haben, ist das Berliner Autohaus Golbeck mit seinem Mobilitätshaus.

Hier eröffnen sich für Kfz-Betriebe neue Betätigungsfelder – vor allem in Großstädten, wo Paketdienste und andere Logistikunternehmen zunehmend auf schwere Lastentrikes setzen.

Was es auf der Eurobike in diesem Segment zu sehen gab, erfahren Sie in der folgenden Bildergalerie.

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Die Eurobike fand zum 32. Mal statt und nun zum dritten Mal in Frankfurt am Main. Vom 3. bis 5. Juli hatten nur Fachbesucher Zutritt, am Wochenende konnten auch Endkunden das Angebot der insgesamt 1.800 Aussteller besichtigen. Die Veranstalter – die Eurobike ist eine Kooperation zwischen den Messeunternehmen Friedrichshafen und Frankfurt – verzeichneten 35.080 Fachbesucher und zusätzlich 33.090 Fahrradfans. Das sind jeweils leichte Steigerungen gegenüber dem Vorjahr.

Nach zuletzt turbulenten Monaten sieht sich die Fahrrad- und Ecomobility-Branche zurück in ruhigerem Fahrwasser und blickt optimistisch in die kommenden Jahre. „In Zeiten wirtschaftlicher Anspannung ist Stabilität das neue Wachstum. Damit stärken wir unsere Position und legen ein Fundament für die Zukunft, wenn der Markt wieder anzieht“, resümiert Stefan Reisinger, Geschäftsführer des Eurobike-Veranstalters Fairnamic GmbH, die positive Stimmung auf der Messe.

Manuel Marsilio, Geschäftsführer des europäischen Branchenverbands Conebi, sieht die Branche an einem Wendepunkt. „Auch wenn die Wirtschaftszahlen nicht zufriedenstellend sind, erleben wir einen Reset im Fahrradbereich. Der Markt wird wieder wachsen und es wird eine blühende Fahrradzukunft geben.“

Auch die Messe hat den Einsatz von neuartigen Fahrzeugkonzepten für gewerbliche Zwecke längst entdeckt und beispielsweise auf der Ecomobility Experience Gallery thematisiert. Hier trafen sich viele Interessierte aus Unternehmen und Kommunen, die mit neuen Elektrofahrzeugen ihren Fuhrpark modernisieren möchten. Für die Ansprache dieser Zielgruppen wurden zudem die Aussteller von Cargobikes in einer Halle gebündelt.

„Der Radverkehr ist ein wichtiges Puzzlestück für ein Verkehrssystem, das den Bürgerinnen und Bürgern eine echte Wahlfreiheit lässt. Die Eurobike zeigt die Vielfalt und das Potenzial, was mit dem Fahrrad alles möglich ist“, sagte der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori zum Start der Messe.

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