VDI-Richtlinie
Mehr Klarheit in der Kalibrierung von HU-Prüfmitteln
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Der Verein Deutscher Ingenieure e. V. hat eine neue Richtlinie erarbeitet. So sorgt die VDI/DKD 5901-1 in zentralen Punkten für die einheitliche Interpretation von Messergebnissen bzw. Toleranzgrößen.
Gesetze und Verordnungen bestimmen unser Leben. Sie sind in ihren Ausführungen klar und eindeutig – theoretisch. Praktisch aber lassen staatliche Vorschriften oftmals Raum für Interpretationen. Zu viel Raum, wie allen voran das Beispiel HU-Scheinwerferprüfvorschrift leider seit Langem zeigt. Selbst die komplette Überarbeitung samt auf dem Fuße folgender Ergänzung hat nicht dafür gesorgt, dass bei der bekannten Vorschrift mittlerweile alles „paletti“ ist. Das soll sich aber nun in diesem, und sämtlichen anderen Fällen, bei denen es um die Kalibrierung von HU-Prüf- und Messmitteln geht, ändern.
So gab es für die Bewertung von Kalibrierergebnissen bei Prüf- und Messmitteln zwar bislang schon vorgegebene Toleranzwerte. Was aber fehlte, war eine feste Entscheidungsregel, wie diese im Zweifel zu interpretieren sind. Mit anderen Worten: Jedes Kalibrierlabor legte diese anders aus. „Zwar definiert die DIN EN ISO/ IEC 17025 – sie regelt die Arbeit in Kalibrierlaboren und die Erstellung von Kalibrierscheinen für Prüfmittel, die bei der HU zum Einsatz kommen –, dass bei einer solchen Entscheidung die Messunsicherheit und das Risiko einer Falsch-Gut-Aussage zu betrachten sind, aber nicht wie“, erklärt Philip M. Fleischmann, Vorstand Technik bei der ESZ AG, Europas größtem Kalibrierlabor. „Entschied sich Labor A unter Berücksichtigung der Messunsicherheit für ‚innerhalb der Toleranz‘, konnte die Bewertung desselben Messwerts bei Labor B als ‚außerhalb der Toleranz‘ erfolgen“.
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