Gefahren: Hyundai Santa Fe Mehr Zugkraft für das Flaggschiff

Quelle: sp-x 3 min Lesedauer

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Das große Familien-SUV von Hyundai hat nach einer turnusmäßigen Überarbeitung einen Tick mehr Power und darf deutlich mehr Last ziehen. Dazu wurde die Ausstattungsstruktur modifiziert.

Leicht erstarkt: Der Hyundai Santa Fe Plug-in-Hybrid hat jetzt eine Systemleistung von 212 kW/288 PS.(Bild:  Hyundai)
Leicht erstarkt: Der Hyundai Santa Fe Plug-in-Hybrid hat jetzt eine Systemleistung von 212 kW/288 PS.
(Bild: Hyundai)

Der als 5-, 6- und 7-Sitzer angebotene Santa Fe der mittlerweile fünften Generation fiel auch bisher eigentlich nicht als arg schwach auf der Brust auf. Klar, mehr Leistung geht immer, und angesichts der schieren Masse des überaus kantigen 4,83-Meter-Gefährts wird ein kleiner Aufschlag gerne genommen. Zwingend nötig war das Erstarken von bislang 158 kW/215 PS auf 176 kW/239 PS beim Hybrid und um 26 kW/35 PS auf 212 kW/288 PS beim Plug-in-Hybrid aber nicht. So zeigen sich beim ersten Ausprobieren der jüngsten Version in dichten Vorort-Verkehr auch keine dramatischen Dynamik-Vorteile. Es läuft alles noch ein bisschen geschmeidiger und flotter. Die Sprintzeiten von null auf 100 km/h sind kürzer – um 0,6 Sekunden beim Hybrid und um 1,3 Sekunden beim Plug-in. Letzterer schafft statt bisher 180 nun 203 km/h Spitze, der Hybrid ist nun maximal 196 Sachen schnell. Und man kann konstatieren: Nach wie vor passt der elektrisch unterstützte oder rein elektrische Antrieb gut zum eher sanften Charakter des Santa Fe.

Wichtiger als mehr Muskeln: Jetzt passt auch die Anhängelast. Denn bei diesem für ein Auto dieses Formats nicht ganz unwichtigen Kapitel mickerte der Korea-Koloss bis zum Facelift doch ziemlich vor sich hin. Der wahlweise front- oder allradgetriebene Hybrid kann jetzt statt maximal 1.100 immerhin 2.000 Kilo an den Haken nehmen. Beim stets allradgetriebenen Plug-in stieg der zulässige Wert von 1.010 auf bis zu 1.700 Kilo. Damit lässt sich was anfangen.

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Normverbrauch bei sanfter Fahrweise erreichbar

Zu Chef-Dynamikern sind die beiden überarbeiteten Santa Fe-Versionen also nicht mutiert. Sie animieren schon wegen ihres Gewichts und ihrer üppigen Ausmaße eher zum gepflegten Gleiten als zu Vollgas-Aktionen, bei denen dann auch die 1,6-Liter-Benziner unter der Motorhaube nicht mehr besonders souverän klingen. Auch das Zusammenspiel der elektrisch und der durch Treibstoff erzeugten Kräfte ist bei sanfterer Leistungsanforderung für die Menschen an Bord angenehmer. Und dann kommt man auch auf der Langstrecke recht nahe an den Normverbrauch von 6,6 (2WD) und 7,2 (4WD) beim Hybrid und von 7,1 Litern beim Plug-in-Hybrid mit entladenem 11-kWh-Akku. Diese Batterie ermöglicht einen WLTP-Normverbrauch von 3,8 Litern Sprit auf 100 Kilometer und eine elektrische Reichweite von bis zu 54 Kilometern – ein überschaubarer Wert. Dazu passt auch die Ladeleistung von gerade mal 3,6 kW.

Neu beim gelifteten Santa Fe ist der Wegfall der Einstiegsvariante Prime. Käuferinnen und Käufer können zwischen den Versionen Signature und Blackline wählen, der digitale Fahrzeugschlüssel gehört jetzt jeweils zur Standardausstattung. Bei Signature lassen sich das bei Blackline schon enthaltene Technik-Paket mit Head-up-Display, digitalem Innenspiegel und der Smartphone-Ablage mit kabelloser Ladefunktion dazubuchen. Ebenso das in der Spitzenversion grundsätzlich installierte Komfortpaket mit Memory-Funktion und elektrisch einstellbarer Vier-Wege-Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz plus dem elektrisch einstellbaren Lenkrad.

Bis zu 2.025 Liter Kofferraum

Unverändert sind das wirklich üppige Platzangebot mit dem zumindest für nicht allzu lange Trips ordentlichen Format der dritten Sitzreihe. Kein Wunder bei einem Radstand von 2,82 Metern. Der Siebensitzer bietet mit umgeklappter dritter Reihe ein Stauvolumen von 628 Litern, beim Fünfsitzer sind es sogar 711, bei um geklappter zweiter Reihe 2.025 Liter.

Der Umgang mit dem Santa Fe lässt sich schnell erlernen, die Bedienung – bei Bedarf per Sprachsteuerung – ist eher von der sympathisch-einfachen Sorte. Fahrwerk und Lenkung sind ist nach wie vor tendenziell sanft abgestimmt, der große und je nach Version bis zu gut 2,1 Tonnen schwere Koreaner lässt sich aber durchaus zügig durch Kurven steuern und wirkt keinesfalls schwammig. Was im Stadtverkehr auffiel: 11,3 Meter Wendekreis sind eine ganze Menge.

Die Preise wurden im Zuge des Facelifts etwas erhöht, der Fronttrieb-Hybrid ist ab 60.350 Euro, der Signature-Plug-in ab 64.950 Euro zu haben.

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