Mehrere Gasautos brennen ohne ersichtlichen Grund

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

In Nordrhein-Westfalen sind an einem Tag zwei Gasautos aus unbekannter Ursache ausgebrannt. ZDK und Landesverband sind überrascht: Bisher gelten diese Fahrzeuge als verhältnismäßig sicher.

 Eine Schwerverletzte gab es laut Polizeibericht bei einem Unfall mit Gas-Auto in Mönchengladbach.
 Eine Schwerverletzte gab es laut Polizeibericht bei einem Unfall mit Gas-Auto in Mönchengladbach.
(Foto: ADAC)

Bei zwei Zwischenfällen in Mönchengladbach und Kleve haben am gleichen Tag zwei Gasfahrzeuge unabhängig voneinander Feuer gefangen und sind ausgebrannt. Eine Fahrerin erlitt dabei schwere Verletzungen.

Zum ersten schweren Zwischenfall mit einem Gas-Auto kam es in Mönchengladbach: Im Fahrzeug einer 31-jährigen Frau sei es zu einer Verpuffung gekommen, durch die das Fahrzeuginnere in Brand gesetzt wurde, teilte die Polizei Mönchengladbach mit. Dabei habe sich die Frau schwere Verletzungen zugezogen. Der Brand konnte durch einen Zeugen und den Betreiber der Tankstelle schnell gelöscht werden.

Am gleichen Tag geriet laut Bericht der Polizei in Kleve auch ein Opel Omega, der mit einer Gasanlage nachgerüstet war, während der Fahrt in Brand. Der 30-jährige Fahrer verlor durch die Rauchentwicklung die Orientierung, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er befreite sich unverletzt aus dem brennenden Fahrzeug. Beim Abschleppen geriet das Auto erneut in Brand und musste wieder durch die Feuerwehr gelöscht werden.

ZDK: Gasfahrzeuge sind bisher sicher

Laut Polizeibericht hatte die Frau das Fahrzeug in Mönchengladbach zuvor an einer Tankstelle mit Gas betankt. Als sie wieder losfahren wollte, sei es zu der Verpuffung gekommen. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen Audi, allerdings kommen die Ingolstädter erst 2013 mit einem von Haus aus Erdgas-betriebenen Fahrzeug auf den Markt. Der Schluss liegt nahe, dass es sich um eine nachgerüstet Gasanlage handelt.

„Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor laufen die Brände bei Autos mit Gasantrieb meist recht glimpflich ab“, erläuterte ZDK-Experte Werner Steber auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«. Insgesamt gebe es verhältnismäßig wenig Unfälle und Brände mit gasbetriebenen Fahrzeugen. In Deutschland sind derzeit rund 530.000 mit Gas betriebene Autos angemeldet, davon werden laut Kraftfahrtbundesamt 455.000 Fahrzeuge mit Flüssiggas und 75.000 Autos mit Erdgas betrieben.

Die Pkw wurden zur technischen Untersuchung sichergestellt. Das Amt für Arbeitsschutz und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. ZDK und Kfz-Landesverband NRW wollen sich nun nähere Informationen beschaffen, um Hintergründe und Ursachen zu erfahren.

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