Razzia im Autohandel Operation Huracán – Massiver Steuerbetrug mit Luxusautos

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Die Mehrwertsteuer auf Luxusautos macht ein hübsches Sümmchen aus. Wer sie einbehält, statt sie an den Staat abzuführen, macht einen guten Schnitt. Jahrelang schien die Masche mit internationalen Autogeschäften gut funktioniert zu haben. Doch nach intensiven Ermittlungen haben die Fahnder nun zugeschlagen.

Am Mittwoch, den 14. Juni,  gingen Zoll- und Steuerfahnder gegen Autohändler vor, die im Verdacht stehen, den Staat um Millionen an Umsatzsteuer betrogen zu haben.(Bild:  Zollfahndung Essen)
Am Mittwoch, den 14. Juni, gingen Zoll- und Steuerfahnder gegen Autohändler vor, die im Verdacht stehen, den Staat um Millionen an Umsatzsteuer betrogen zu haben.
(Bild: Zollfahndung Essen)

In einer europaweiten Aktion haben am Mittwoch, den 14. Juni, 2.000 Steuer-, Zoll- und Polizeifahnder zum Schlag gegen den organisierten Mehrwertsteuerbetrug ausgeholt. Ein Schwerpunkt der „Operation Huracán“ – in sicher nicht zufälliger Anlehnung an das exklusive Lamborghini-Modell – waren am Betrug beteiligte Kfz-Händler, die mit teuren Fahrzeugen handeln. Ihr Trick: Durch Ringverkäufe wird die angefallene Mehrwertsteuer am Anfang von einem beteiligten Unternehmen vom Staat rechtmäßig zurückgeholt und am Ende nach dem letzten Verkauf aber unrechtmäßig nicht mehr abgeführt.

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Nach Angaben des Zollfahndungsamts Essen stehen etwa 10.000 Autos in Verdacht, Mittel des Betrugs gewesen zu sein. Den betrügerischen Umsatz der organisierten Bande gibt die Behörde mit 225 Millionen Euro an, der von den Verdächtigen verursachte Mehrwertsteuerschaden beläuft sich auf mindestens 38 Millionen Euro.