Meinauto.de verspricht Lead-Revolution

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Statt nur Fahrzeuge zu vermitteln, will Meinauto.de künftig Händlern auch Leads zu Kunden in ihrer Nähe zuspielen. Zudem will der Vermittler bei der schnellen Bearbeitung der Kontakte helfen.

(Foto: Meinauto.de)

Der Kölner Neuwagenvermittler Meinauto.de hat sein im September angekündigtes Angebot „Meinauto local“ gestartet. Künftig will das Unternehmen qualifizierte Leads an Händler verkaufen und sie bei deren Bearbeitung unterstützen. „Unser Produkt ist eine echte Revolution“, sagte Geschäftsführer Alexander Bugge bei der Vorstellung des Produkts am Mittwoch. Das Angebot „liefert keine Anzeigenplätze, sondern bietet eine echte Vertriebsleistung“. Nun komme es darauf an, was der Händler aus dem Lead mache.

Die bei Meinauto.de eingegangenen Internetanfragen von Kaufinteressenten will das Unternehmen an Autohäuser aus deren Region weiterleiten. Dabei erhält der Interessent zwei verschiedene Angebote:

  • Das klassische Angebot von Meinauto.de, bei dem der Vermittler bundesweit nach einem günstig verkaufenden Händler sucht, der bis zum Kaufabschluss anonym bleibt. Dabei erhält der Kunde auch den Endpreis.
  • Angebote von Autohändlern, an die das Unternehmen den qualifizierten Lead weiterleitet.

Der Kunde soll entscheiden, ob ihm der günstige Preis eines anonym agierenden Händlers mehr Wert ist als möglicherweise ein etwas teureres Angebot mit mehr Service, das ihm ein Händler in der Nähe bietet. „Wir werden diese Entscheidung nicht für den Kunden treffen“, stellt Geschäftsführer Thomas Eichenberg klar.

Schnelle Leadbearbeitung möglich

Das Kölner Unternehmen reicht den Lead an drei Händler weiter und unterstützt seine Bearbeitung mit verschiedenen Instrumenten. Entscheidend sei eine schnelle und effiziente Leadbearbeitung. Mit den in vielen Autohäusern gängigen Instrumenten seien Verkäufer für eine Angebotserstellung 20 bis 30 Minuten beschäftigt. Dies sei mit den Tools von Meinauto local in etwa einer Minute möglich, so Eichenberg.

Die schnelle und einfach zu handhabende Angebotserstellung bestätigte Henrik Niemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter des Autohauses Beutler. Der freie Händler hat an den nun abgeschlossenen Testphasen teilgenommen. Mit Erfolg: „Wir haben etwa 10 Prozent der Leads zu einem Kauf umgewandelt“, berichtet Niemeyer. Insgesamt verkauft der Betrieb an zwei Standorten in diesem Jahr rund 500 Fahrzeuge. Für rund 45 Fahrzeuge, also für knapp jedes zehnte Auto, waren die zugespielten Leads die Grundlage.

„Wir sind damit natürlich sehr zufrieden“, ergänzt Niemeyer. Die Leads haben sich für den Händler aus Bramsche bei Osnabrück ausgezahlt: Im Durchschnitt habe jedes dieser Fahrzeuge 850 Euro für den Deckungsbeitrag zwei abgeliefert. Statt auf Schnelligkeit setzt der Händler allerdings auf die individuelle Ansprache der Kunden. Zuletzt verkaufte er durch die zugespielten Leads neben einem Porsche Macan, einen Audi TT sowie einen VW Tiguan.

Der Zuspielung der Leads legt Meinauto local einen Index zugrunde. „Die Verteilung der Anfragen erfolgt nach der Qualität der Händler“, erläutert Bugge. „Je erfolgreicher ein Händler arbeitet, desto mehr Leads wollen wir ihm zukommen lassen.“ Entscheidend dabei seien Kriterien wie Schnelligkeit und Qualität der Leadbearbeitung sowie Kaufabschlüsse. Wie sich der Index genau zusammensetzt, will das Unternehmen für sich behalten. Aber „die Händler können die Kriterien beeinflussen.“

Meinauto.de will das neue Angebot schnell ausbauen. Bereits in spätestens zwei Jahren will das Unternehmen neben der Neuwagenvermittlung damit ein zweites Kerngeschäft aufgebaut. Aus den derzeit 370 teilnehmenden Händlern sollen bereits im nächsten Jahr mindestens 1.000 Händler werden. „Damit können wir eine saubere Abdeckung für Deutschland realisieren“, betont Bugge.

Weitere Informationen und Zahlen zu Meinauto local veröffentlicht »kfz-betrieb« in der Ausgabe 48, die am 27. November erscheint.

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