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Mercedes-Benz G-Klasse: Neuauflage mit bekanntem Design

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Nach der Fahrt auf den rund 1.500 Meter hohen Berg lässt sich daran nicht zweifeln. Im Gelände bleibt auch die neue G-Klasse eine Macht. Länger und vor allem deutlich breiter als bisher ist sie dabei auf einem völlig anderen Komfortniveau unterwegs und zeigt im Gelände das, was sie schon immer konnte. Auf den kurzen asphaltierten Stücken zwischen den Offroadpassagen präsentiert sich das Fahrwerk weit komfortabler und weniger holprig. Angetrieben wird der getarnte Proband dabei von einem satt wummernden Vierliter-Turbo-V8, der dann ab Mai als G 500 mit rund 420 PS in den Verkaufsräumen der weltweiten Händlerschaft stehen dürfte.

Mit der neuen Generation der G-Klasse hat Erwin Wonisch mehr als 25.000 Kilometer zurückgelegt. „Die Tests waren härter denn je. Die Hälfte der Erprobung fand in den USA, Marokko, Schweden und Nordspanien statt“, blickt Mister G-Klasse zurück auf die letzten drei Jahre. „Was wir mit der G-Klasse jetzt für eine Power haben, ist unbeschreiblich. Früher beim 240 GD oder 230 G hat der Wagen schon gehustet, wenn der die Düne von unten nur gesehen hat“, sagt er.

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Wie jede G-Klasse hat auch die neue Generation mehr als 1.000 Schöcklfahrten hinter sich gebracht. Von den zehn Kilometern hoch und wieder herunter zählen als reale Marterstrecke jedoch nur 6,2 Kilometer. Darunter sind allerdings Passagen, die man zu Fuß kaum heraufkommt. Diese Abschnitte meistern Erwin Wonisch und die 2,2 Tonnen schwere G-Klasse ohne ersichtliche Anstrengung.

Die größten Schritte hat das neue G-Modell nicht im Gelände, sondern dank der neuen Fahrwerkskonfiguration mit Einzelradaufhängung aber auf der Straße gemacht. Abseits befestigter Wege war kaum etwas zu verbessern, denn da ist das Kantholz aus Graz weltweit nach wie vor der Maßstab für alle Geländewagen.

Preise ab rund 90.000 Euro

Anders als geplant, soll der Preis dabei auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Heißt, der zum Marktstart verfügbare Mercedes G 500 dürfte bei rund 105.000 Euro beginnen. Die später verfügbaren Dieselversionen G 350d und G 400d mit 286 beziehungsweise 340 PS sollten dann bei rund 90.000 beziehungsweise 100.000 Euro starten.

Wohl kaum vor 2019 ist die AMG-Version (nur noch als Achtzylinder) mit 600 PS sowie die ebenfalls zu erwartende Panzerversion zu erwarten. Ein nennenswerter Anteil der bisherigen Mercedes G-Klasse wurde als Schwerpanzerversionen für Armeen, Botschaftsdienste oder die Polizei produziert. Unter anderem setzen GSG 9 oder die US-Armee seit Jahren auf gepanzerte G-Klassen.

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 Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Journalist