Medienbericht Verkauf der Mercedes-Niederlassungen wohl wegen Millionen-Investitionsstau

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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Aus einem Treffen von Mercedes-Benz-Vorständen mit Niederlassungsleitern sind Informationen und Zahlen in der Presse gelandet. Einem Bericht von „Bild“ zufolge soll der Verkauf der eigenen Betriebe nun vorangetrieben werden. Damit wolle der Konzern hohe Summen sparen.

Die Niederlassungen von Mercedes-Benz könnten bald den Besitzer wechseln (im Bild die Niederlassung Hannover).(Bild:  Daimler AG)
Die Niederlassungen von Mercedes-Benz könnten bald den Besitzer wechseln (im Bild die Niederlassung Hannover).
(Bild: Daimler AG)

Im Januar gab Mercedes-Benz bekannt, die eigenen Niederlassungen auf den Prüfstand zu stellen. Einem Bericht von „Bild“ zufolge soll der Verkauf der Autohäuser nun vorangetrieben werden. Die Boulevardzeitung beruft sich auf eine „Geheimsitzung“, die am Montag in der Konzernzentrale stattgefunden haben soll.

Vertriebsvorständin Britta Seeger und Personalvorständin Sabine Kohleisen sollen bei dem Treffen Niederlassungsleiter, Betriebschefs und Betriebsräte informiert haben. Unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet „Bild“, dass Mercedes-Benz 800 Millionen Euro ausgeben müsste, um die Betriebe auf das Niveau der Mitbewerber zu bringen. Es gebe „Händlergruppen, die können Vertrieb viel besser als wir“, zitiert „Bild“ die Vorstände. Zudem bezuschusse Mercedes allein die Niederlassung München mit jährlich 35 Millionen Euro.

Am 18. März sollen dem Bericht zufolge Rahmenbedingungen für den Verkauf festgelegt werden. Mercedes wolle mit einem Bieterverfahren arbeiten und erwarte, dass nun interessierte Investoren auf den Konzern zukommen.

Mercedes-Benz: „Konzerneigene Niederlassungen sind profitabel“

Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« ging Mercedes-Benz nicht konkret auf die Inhalte des „Bild“-Berichts ein, sondern bekräftigte Aussagen eines Statements, mit dem der Hersteller bereits im Januar auf die Fragen zur Zukunft der Niederlassungen reagierte. Mercedes prüft demnach die Strukturen des Eigenvertriebs „ergebnisoffen und schrittweise“. Jeder der herstellereigenen Standorte werde individuell und „niederlassungsspezifisch“ betrachtet. Die „mögliche Neuausrichtung“ geschehe aus einer Position der Stärke, denn konzerneigene Niederlassungen seien profitabel, betonte der Hersteller.

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