Mercedes G-Klasse hat Probleme mit der ESP-Software

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Bei Mercedes G-Klasse-Modellen mit Abstandsregeltempomat muss die ESP-Software überprüft werden. Durch einen auftretenden Kommunikationsfehler ließe sich dann nur mit deutlich erhöhter Bremskraft stoppen.

Mercedes hat Probleme mit der G-Klasse. Wie viele Einheiten vom aktuellen Rückruf betroffen sind, verrät der Autobauer allerdings nicht.
Mercedes hat Probleme mit der G-Klasse. Wie viele Einheiten vom aktuellen Rückruf betroffen sind, verrät der Autobauer allerdings nicht.
(Bild: Daimler)

Mercedes-Benz ruft aktuell seinen Geländewagenklassiker G-Klasse (BR 463) zurück. Bei Modellen mit dem Abstandsregeltempomat „Distronic Plus“ aus dem Bauzeitraum Januar 2015 bis Oktober 2017 könnte eine Fehlfunktion in der Software des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) auftreten.

Sollte bei aktivierter Distronic Plus im Fahrbetrieb die Kommunikation mit dem ESP ausfallen, zum Beispiel durch eine CAN-Störung, „würde während des Kommunikationsausfalls das aktuell angeforderte Antriebsmoment des Motors beibehalten werden“, sagte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage.

Das Fahrzeug könne jederzeit durch Bremsen oder Einlegen der Getriebestufe N zum Stillstand gebracht werden, so der Sprecher weiter. Hierfür sei jedoch eine deutlich erhöhte Krafteinwirkung erforderlich, wodurch sich der Bremsweg verlängere. Kundenbeanstandungen habe es zu diesem Fehlerbild bislang keine gegeben, betonte er. „Die Daimler AG ist durch interne Analysen zur Qualitätssicherung auf die mögliche Fehlfunktion aufmerksam geworden.“ Ein circa halbstündiges Update der ESP-Software soll Abhilfe schaffen. Angaben zur betroffenen Stückzahl machte der Sprecher nicht.

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