Disposition „Gemeinsamer Kraftakt“ – Mercedes-Benz verschiebt IT-Umstellung auf 2025

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ursprünglich sollten bereits mit Beginn des echten Agenturmodells im Mai 2023 die Dispositionsaufgaben von den Autohäusern zum Hersteller übergehen. Dann wurden die Pläne vertagt. Wie jetzt bekannt wurde, wird auch in diesem Jahr nicht mehr umgestellt.

Die Mercedes-Benz-Agenten hatten zuletzt damit gerechnet, ab Herbst 2024 keine Disposition mehr in den eigenen Häusern zu haben.(Bild:  Simon – VCG)
Die Mercedes-Benz-Agenten hatten zuletzt damit gerechnet, ab Herbst 2024 keine Disposition mehr in den eigenen Häusern zu haben.
(Bild: Simon – VCG)

Seit knapp einem Jahr arbeitet Mercedes-Benz im echten Agenturmodell. Die Umstellung von der unechten auf die echte Agentur erfolgte relativ geräuschlos. Eine größere Änderung steht dem Handel aber noch bevor: Die Aufgaben der Disposition sollen von den Autohäusern zum Hersteller wandern. Händlerkreisen zufolge war das zuletzt für Anfang September 2024 vorgesehen. Nun sei der Start der neuen Prozesse aber verschoben worden.

Aus einem Schreiben an die Agenten und Niederlassungen vom 15. April, das der Redaktion vorliegt, geht hervor, dass „eine Umstellung auf die neue Systemlandschaft“ nicht vor Ende des ersten Quartals 2025 geplant sei. Mercedes-Benz habe in den vergangenen Wochen begonnen, die entwickelten IT-Systeme zu testen und zu validieren. Mit den Erkenntnissen sei der Hersteller „sehr zufrieden“. Jedoch habe sich auch gezeigt, „dass die Umstellungsphase ein gemeinsamer Kraftakt wird“. Gleichzeitig erlebe Mercedes ein „besonders herausforderndes Geschäftsjahr 2024“. Der Hersteller habe daher entschieden, „das Jahr 2024 nicht durch zusätzliche Schulungs- und Rollout-Aktivitäten zu belasten“.