Mercedes-Rückruf: ESP

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Bei im ersten Halbjahr gebauten C- und GLC-Modellen von Mercedes wurden im Werk möglicherweise beschädigte ESP-Hydraulikeinheiten beziehungsweise -Steuergeräte verbaut. Zwei weitere Rückrufe betreffen nur kleine Stückzahlen.

Einige junge C-Klasse-Modelle müssen für drei Stunden in die Vertragswerkstatt.
Einige junge C-Klasse-Modelle müssen für drei Stunden in die Vertragswerkstatt.
(Foto: Daimler)

In Einzelfällen können bei Mercedes-Fahrzeugen der C-Klasse (BR 205) und des GLC (253) aus dem Produktionszeitraum Februar bis Mai 2016 Probleme mit der ESP-Funktion auftreten. Wie eine Sprecherin des Konzerns auf Anfrage von »kfz-betrieb« bestätigte, wurden im Werk möglicherweise beschädigte ESP-Hydraulikeinheiten beziehungsweise -Steuergeräte verbaut.

„Im Fehlerfall könnten die ESP-Funktionen auf definierte Zustände bis hin zur Abschaltung reduziert werden, unmotivierte ESP-Regelungen wären jedoch durch eine 'Failsafe'-Funktion ausgeschlossen“, sagte sie. In einem Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamtes ist zudem von einem möglichen Ausfall der Parkbremse die Rede.

Der für den Kunden kostenlose Werkstattaufenthalt für den Tausch des Verbundes ESP-Hydraulikeinheit und -Steuergerät wird laut Hersteller etwa drei Stunden in Anspruch nehmen. Angaben zur betroffenen Stückzahl machte die Sprecherin nicht, es ist aber von einer überschaubaren Stückzahl auszugehen.

Noch kleiner sind offenbar zwei weitere Rückrufe für die C-Klasse, von denen in Deutschland nur einstellige Stückzahlen betroffen sind: Einmal wurde im vergangenen Juni bei der Baureihe 205/253 mit Vierzylinder-Dieselmotor (OM651) eine undichte Hochdruck-Kraftstoffpumpe verbaut, zum anderen beim C63 AMG Coupé Edition 1 die mittlere Lippe des Frontspoilers nicht den Vorgaben entsprechend befestigt.

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