Mercedes-Rückrufe: Benzinpumpe, Beifahrersitz und Befestigungssicherung
Bei Mercedes-Benz laufen derzeit drei Rückrufaktionen für die C- (W205) und CLA-Klasse (C117).

Bei Mercedes-Benz laufen derzeit drei Rückrufaktionen für die C- (W205) und CLA-Klasse (C117). Kummer bereiten die Belegungserkennung des Beifahrersitzes, eine Benzinpumpe im Tank und die Verbindung der Antriebswelle mit der Nabe. Von einer fehlerhaften Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung des Beifahrerfrontairbags sind die Modelle C180, C200, C220 und C250 (jeweils auch in der Bluetec-Version) mit teilelektrischem Sitzversteller aus dem Bauzeitraum 2. August 2013 bis 22. April 2014 betroffen.
Auslöser dieses Problems ist eine Kommunikationsstörung zwischen der Sitzbelegungserkennung und dem nicht korrekt am Sitzgestell montierten Steuergerät der Sitzheizung. Dadurch erfasst das System nicht zuverlässig, ob ein Kindersitz oder ein Erwachsener den Beifahrersitz belegt und gibt möglicherweise ein falsches Signal an den Airbag, was allerdings im Display angezeigt wird. Für die Kontrolle des Sitzkissens und der Verbausituation des Steuergeräts sowie gegebenenfalls erforderliche Korrekturmaßnahmen sind laut Kundeninfo maximal 150 Minuten veranschlagt. In Deutschland sind nach unseren Informationen knapp 2.000 Einheiten betroffen.
Beim zweiten Rückruf geht es weltweit um etwa 7.700 Einheiten des C180, C200 und C250 (Bauzeitraum 16. Dezember 2013 bis 23. Oktober 2014). Sie haben ein Problem mit der Befestigung einer Benzinpumpe, die für die gleichmäßige Kraftstoffverteilung im Satteltank sorgt. Ursache sind Qualitätsschwankungen im Spritzgussverfahren des Zulieferers bei der Produktion der Befestigungshaken der Pumpe. Löst sich die Pumpe, könnte die Kraftstoffversorgung unterbrochen werden und es dadurch zu Motoraussetzern kommen. Die Pumpe wird zusätzlich gesichert.
Seit April werden für den dritten Rückruf weltweit etwa 1.500 CLA 180 und CLA 180 Blue Efficiency in die Werkstatt einbestellt, die zwischen 7. Dezember 2012 und 29. Juni 2013 gebaut wurden. Die mit dem 90-kW-Vierzylinder-Benziner ausgestatteten Modelle benötigen eine Kontrolle und möglicherweise eine verbesserte Befestigungssicherung der Antriebswelle, um ein Herausrutschen der Welle aus der Nabe und einen damit verbundenen Antriebsverlust künftig auszuschließen. Angaben zur betroffenen Stückzahl in Europa oder Deutschland liegen bei den beiden letztgenannten Rückrufaktionen nicht vor. Eine Anfrage an die Daimler-Pressestelle blieb bislang unbeantwortet.
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