Mercedes-Rückrufe für Anhängevorrichtung und ESP
Insgesamt 16.000 Einheiten der A-, B- und C-Klasse müssen im Rahmen zweier Aktionen in deutsche Vertragswerkstätten. Bei der Mehrheit ist es mit einem kurzen Softwareupdate getan.

Daimler hat zwei neue Rückrufe für Mercedes-Modelle angekündigt. Die größere der beiden Aktionen dreht sich um die modellgepflegte C-Klasse (Baureihe 205) aus dem Produktionszeitraum Juni 2017 bis November 2018. Die in der ESP-Software hinterlegte Funktion zur Steuerung der BUS-Ruhe entspreche unter Umständen nicht der Spezifikation, begründete ein Konzernsprecher auf Nachfrage das Tätigwerden des Herstellers.
Mögliche Folge des Mangels seien dauerhaft aktivierte Bremslichter. „Des Weiteren wäre die ESP-Funktion deaktiviert und die Parkbremse könnte nicht mehr aus der gegenwärtigen Stellung verfahren werden“, erklärte er. Da die Parkbremse im Abschluss des Parkvorgangs automatisch bei Türöffnung aktiviert werde, sei bei Vorliegen der beschriebenen Störung eine Weiterfahrt nicht mehr möglich.
Für die Aktualisierung der ESP-Software benötigt der Partnerbetrieb den Angaben zufolge etwa 30 Minuten. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) betrifft die Aktion mit dem Herstellercode „5498904“ in Deutschland 14.241 Einheiten und im Rest der Welt weitere 39.241. Die Behörde überwacht den Rückruf nicht.
KBA überwacht Rückruf für Anhängevorrichtung
Die vollständige Abarbeitung der 1.855 im Rahmen der zweiten Aktion (Code „3191017“) hierzulande zurückgerufenen Fahrzeuge wird vom KBA dagegen überwacht. Laut Konzernsprecher geht es um Modelle der A- (BR177) und B-Klasse (BR247) aus dem Produktionszeitraum von Februar bis November des vergangenen Jahres. Bei ihnen prüft die Werkstatt die Anhängevorrichtung und arbeitet sie bei Bedarf nach.
Ursache ist der Sperrbolzen für die Ver- und Entriegelung der schwenkbaren Anhängevorrichtung. Er könnte brechen. In einem solchen Fall besteht die Gefahr, dass der Schwenkmechanismus der Anhängevorrichtung vollständig entriegelt. „Eine ordnungsgemäße Befestigung des Anhängers wäre dann nicht mehr sichergestellt“, warnte der Sprecher. Der vorgesehene Werkstattaufenthalt werde bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen. Weltweit ist das Prozedere bei knapp 3.000 Fahrzeugen vorgesehen.
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