Mercedes-Rückrufe: Kopfstützen und Kabelsätze
G-Klasse, GLE Coupé und S-Klasse haben Probleme mit Kopfstützen sowie der Lage von Kabelsätzen im Motor und an der Abgasanlage.

Daimler hat drei Rückrufe für seine größeren Modelle G-Klasse (Baureihe 463), GLE Coupé (292) und S-Klasse (222) gestartet. Da die Pressestelle Stückzahlangaben zu den einzelnen Aktionen schuldig blieb, erfolgt die Sortierung nach der Länge des Bauzeitraums der einbestellten Fahrzeuge. Von der S-Klasse müssen zwischen dem Oktober 2014 und April 2016 produzierte Modelle in die Werkstatt, allerdings nur solche, die mit Sechszylinder-Dieselmotor (OM642) und Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet sind.
Problem ist ein zu geringer Abstand des Starter-/Generatorleitungssatzes zur Abgasanlage, was Fehlfunktionen im Getriebe zur Folge haben kann. „Als vorsorgliche Maßnahme ist vorgesehen, über die Mercedes-Serviceorganisation bei den betroffenen Fahrzeugen den Leitungssatz zu überprüfen und gegebenenfalls den Abstand zur Abgasanlage zu korrigieren", erklärte ein Sprecher gegenüber »kfz-betrieb«. Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für die Prüfung und gegebenenfalls die Korrektur des Abstands werde circa drei Stunden in Anspruch nehmen.
„In Einzelfällen könnte bei GLE-Coupé-Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum von November 2014 bis Juli 2015 eine nicht den Spezifikationen entsprechende Fondkopfstütze verbaut worden sein", erläuterte der Sprecher den zweiten Rückruf. Folge: Der Klappmechanismus der Fondkopfstütze rastet nicht wie vorgesehen in der aufgestellten Position ein. Das Phänomen trete allerdings nur im Winter bei tiefen Temperaturen von minus 20 Grad Celsius auf. Für den Austausch der Fondkopfstütze sind etwa 30 Minuten eingeplant.
Ein durch Vibrationen beschädigter Motorleitungssatz ist die letzte der drei Beanstandungen. Die Rede ist von G-Klasse-Fahrzeugen mit dem Sechszylinder-Dieselmotor OM642 aus dem Produktionszeitraum von September bis Dezember 2015. Die fehlerhaft verlegten Leitungen könnten an einem Halter im Aggregateraum scheuern, was Fehlfunktionen wie beispielsweise das Umschalten in den Motornotlauf hervorrufen könnte. Ein Tausch des Halters und eine Korrektur der Verlegung des Motorleitungssatzes soll Abhilfe schaffen. Auch hier soll die Abhilfemaßnahme in einer halben Stunde erledigt sein.
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