Mercedes-Schulz findet Nachfolger
Der Fortbestand des insolventen Mercedes-Händlers aus Verden (Aller) ist in weiten Teilen gesichert. Von den bislang sieben Mercedes-Schulz-Standorten muss nur einer schließen.
Der Fortbestand des angeschlagenen Mercedes-Autohauses Schulz mit Hauptsitz im niedersächsischen Verden/Aller ist in weiten Teilen gesichert. Der Verdener Traditionshändler mit insgesamt sieben Standorten (Verden, Achim, Buchholz, Rotenburg, Oyten, Sittensen und Zeven) hatte Mitte April nach heftigen finanziellen Turbulenzen Insolvenz beantragt und steht seither unter Leitung des Bremer Rechtsanwalts Christian Kaufmann. Inzwischen gelang es dem Insolvenzverwalter, eine tragfähige Nachfolgelösung zu finden.
Wie aus einer Presseverlautbarung des Anwalts hervorgeht, werde von den insgesamt sieben Schulz-Standorten nur der in Buchholz zum 30. September geschlossen. Die übrigen Standorte würden zum 1. Oktober von einem Konsortium bestehend aus drei regionalen Mercedes-Benz-Händlern übernommen. Die Standorte Achim, Verden und Oyten übernimmt demnach das Mercedes-Autohaus Anders (Vechta). Den Standort Rotenburg übernimmt die Firma Stern-Partner (Uelzen). Die Standorte in Sittensen und Zeven schließlich gehen ans Mercedes-Autohaus Hans Tesmer (Buxtehude).
Geschäftsübergabe am 1. Oktober
Bis zur offiziellen Übergabe am 30. September werde der Geschäftsbetrieb der Autohaus Schulz AG unter der Leitung des Insolvenzverwalters vollumfänglich fortgeführt. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, mit den drei Übernehmern wirtschaftlich erfolgreiche und in der Region verankerte Unternehmen als Investoren zu gewinnen. Damit haben wir die Voraussetzungen für eine dauerhaft tragfähige Lösung insbesondere für die Mitarbeiter geschaffen“, so Kaufmann.
Die Neueigner übernehmen den Angaben zufolge insgesamt 174 der ehemals gut 300 Mitarbeiter des Autohauses Schulz. Nicht übernommen werden die Mitarbeiter der Verwaltung in Rotenburg sowie geringfügig Beschäftigte wie Fahrer, Hausmeister und Wäscher. Für diese Mitarbeiter soll es einen Sozialplan geben, dessen Eckpunkte zwischen Betriebsrat und Insolvenzverwalter verabredet sind, heißt es.
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