Mercedes: So könnte die E-Auto-Zukunft aussehen
Die elektrische A-Klasse hat eine größere Reichweite als der Nissan Leaf oder der Mitsubishi I-MiEV. Trotzdem lässt die Massenproduktion auf sich warten. Erst einmal verleast Mercedes nur 500 Exemplare – zu horrenden Kosten.
Was lange währt, wird endlich Strom: Schon die erste Generation der Mercedes A-Klasse sollte eigentlich elektrisch fahren. Doch der Elektro-Hype der Autoindustrie in den 90er Jahren wurde heißer gekocht als gegessen. Der kleine Benz geriet zur gewöhnlichen Benzinkutsche. Jetzt aber kommt die Crash-sichere Sandwichbauweise voll zum Zuge. Die beiden Lithium-Ionen-Batterien der A-Klasse E-Cell finden Platz im Unterboden. Der Fünfsitzer behält sein komplettes Kofferraumvolumen. Die Zuladung liegt bei 350 Kilogramm. Zur Serienausstattung zählen unter anderem Navigationssystem, Bi-Xenonscheinwerfer und Klimaautomatik.
Im Cockpit erinnert auf den ersten Blick nur die Energieanzeige an den Elektroantrieb, sie ersetzt den Drehzahlmesser. Der Fahrer hat die Nadel stets im Augenwinkel: Im grünen Bereich rekuperiert er, gewinnt also Energie beim Bremsen zurück oder fährt zumindest energiesparend. Im roten Bereich nutzt die A-Klasse den Elektro-Boost voll aus und verbraucht dabei reichlich Energie. Der Elektromotor hat eine Spitzenleistung von 70 kW (95 PS) und eine Dauerleistung von 50 kW.
So fährt der E-Cell
Abgesehen von der ruckfreien Beschleunigung und dem leisen Surren fährt sich die elektrische A-Klasse wie ihre konventionell angetriebenen Brüder. In schnellen Kurven untersteuert der Fronttriebler gutmütig, der Fahrkomfort ist ordentlich. Hin und wieder ist aber ein Fahrwerkspoltern zu vernehmen. Von 0 auf Tempo 60 rennt der Stromer in 5,5 Sekunden, Tempo 100 ist nach 14 Sekunden erreicht.
Auch auf der Autobahn beschleunigt die A-Klasse noch ganz passabel, mit Anlauf erreicht sie 150 Km/h. Wind- und Reifengeräusche sind selbst bei diesem Tempo angenehm niedrig. Nach 150 Sachen wird sanft abgeregelt, um die Reichweite nicht unnötig zu verkürzen – der Mercedes würde locker 170 Km/h schaffen. Die Rekuperation beim Bremsen geschieht immer automatisch, man kann sie nicht wie zum Beispiel beim Elektro-Golf in verschiedenen Stufen verstärken.
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