Mercedes stellt Nackenföhn wieder an

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Nur zwei Wochen nach der Niederlage in einem Patentstreit liefert Mercedes seine Cabrios wieder mit der Nackenheizung „Airscarf“ aus. Mit der Gegenseite hat sich der Autobauer scheinbar geeinigt.

Die Nackenheizung in den Mercedes-Cabrios, der „Airscarf“ bleibt nach der Beilegung eines Patentstreits nun doch lieferbar.
Die Nackenheizung in den Mercedes-Cabrios, der „Airscarf“ bleibt nach der Beilegung eines Patentstreits nun doch lieferbar.
(Bild: Daimler)

Daimler hat die Niederlage in einem Patentstreit um die Nackenheizung in seinen Cabrios, den so genannten „Airscarf“, schnell verarbeitet. Das Komfort-Tool ist ab sofort wieder offiziell zu haben, nachdem ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) die Stuttgarter Mitte Mai gezwungen hatte, das Heißluftgebläse bei ihren Cabrio-Modellen zu deaktivieren.

Man habe „eine Lösung gefunden“ heißt es aus dem Konzern, zu Details wollte sich die Pressestelle auf Nachfrage nicht äußern. Die Sonderausstattung ist nun wieder bestellbar und darf auch wieder beworben werden. Bei den in den vergangenen zwei Wochen ausgelieferten Modellen kann der Händler den Nackenföhn wieder aktivieren. Das dauert laut Mercedes etwa eine Stunde. Vorausgegangen war der Aktion ein jahrelanger Rechtsstreit mit einem Patentverwerter.

Bei Airscarf (wörtlich „Luftschal“) handelt es sich um ein in die Kopflehne des Fahrer- und Beifahrersitzes integriertes Heißluftgebläse, das vor allem bei Cabrio-Fahrten für angenehme Temperaturen sorgen soll. Außer in den Roadstern SL, SLK/SLC und AMG GT, ist es in den offenen Varianten von C-, E- und S-Klasse sowie im S-Klasse Coupé als Sonderausstattung erhältlich. Der Preis für das Komfort-Extra liegt abhängig vom Fahrzeugmodell bei durchschnittlich 600 Euro.

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