Modellpflege Mercedes passt Vans in die Luxusstrategie ein

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Mercedes hat seine mittelgroßen Vans überarbeitet. V-Klasse, EQV und Marco Polo sollen so der Luxusstrategie entsprechen. Bei den gewerblichen Transportern Vito und E-Vito spricht der Hersteller von Premiumstrategie.

In der Topausstattung trägt die V-Klasse jetzt einen stehenden Stern auf der Haube.(Bild:  Mercedes-Benz)
In der Topausstattung trägt die V-Klasse jetzt einen stehenden Stern auf der Haube.
(Bild: Mercedes-Benz)

Auch die Transporter sollen künftig Teil der Mercedes-Luxusstrategie sein. Deshalb haben die Stuttgarter ihre mittelgroßen Vans V-Klasse, V-Klasse Marco Polo, EQV, Vito und E-Vito überarbeitet. Die Schwaben sprechen etwas sperrig von „Attraktivierung“.

Mercedes unterscheidet dabei zwischen privat und gewerblich positionierten Vans: „Bei Privatkunden wird die Luxusstrategie gelten, bei Gewerbekunden eine fokussierte Premiumstrategie“, hieß es bei einer ersten Vorstellung der überarbeiteten Modelle in Wiesbaden. So wolle man das Profil schärfen und rentabler werden. Momentan liefert Mercedes 20 Prozent der mittleren Vans an Privat- und 80 Prozent an Gewerbekunden aus.

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Die Überarbeitung der Modelle sieht der Hersteller als Zwischenschritt, bevor 2026 die neue Fahrzeugarchitektur „Van Electric Architecture (VANEA)“ kommt. Sie ist auf batterieelektrische Antriebe ausgelegt und soll dabei helfen, den BEV-Anteil bis 2030 auf über 50 Prozent zu heben. Für 2026 sind zunächst 20 Prozent das Ziel – dann soll ein großer Sprung folgen.

Außen hat Mercedes vor allem den Kühlergrill überarbeitet. Bei EQV, V-Klasse und V-Klasse Marco Polo ist dieser ausstattungsabhängig mit einem LED-Lichtband umrandet. Die Top-Linie der V-Klasse namens „Exclusive“ trägt erstmals einen aufrecht stehenden Stern auf der Haube.

MBUX immer serienmäßig

Neu im Inneren ist nun unter anderem, dass alle Midsize-Vans, und damit erstmals auch Vito und E-Vito, serienmäßig mit dem Betriebssystem MBUX ausgestattet sind. Das bringt neben dem Sprachassistenten Möglichkeiten wie Musikstreaming oder in der V-Klasse Augmented-Reality-Features mit sich. Im Vito lassen sich bis zu sieben Fahrerprofile parallel anlegen, was sich für Flottenfahrzeuge mit häufigen Fahrerwechseln anbietet.

EQV, V-Klasse und V-Klasse Marco Polo haben nun erstmals ein 12,3-Zoll-großes Display als Widescreen an Bord. Bei der Ambientebeleuchtung können Insassen unter 64 Farben wählen. Vito und E-Vito sind mit einem 10,25 Zoll großen Zentraldisplay und einem neuen Kombiinstrument mit 5,5-Zoll-Farbdisplay ausgestattet.

Neu in den gewerblichen Vans sind zudem beispielsweise eine Lenkradheizung, induktives Laden fürs Smartphone und zahlreiche serienmäßige Assistenten, unter anderem ein Aufmerksamkeits-Assistent, ein Fahrlicht-Assistent mit Regensensor, ein Totwinkelassistent und ein aktiver Bremsassistent mit Kreuzungsfunktion.

Mercedes bedient nach eigenen Angaben mit Vito und E-Vito neun gewerbliche Branchen. Das Handwerk soll von kompakten Außenmaßen bei 6,6 Kubikmetern Laderaum profitieren, für KEP-Dienste hingegen sei eine interaktive Routenplanung mit Reichweitenmanagement essenziell. Jeder vierte Vito werde umgebaut. Dafür arbeitet Mercedes derzeit mit rund 380 Partnern in 40 Ländern zusammen.

V-Klasse und EQV sollen als private Zielgruppen in erster Linie Familien und freizeitaktive Menschen ansprechen. Hinzu kommen dem Hersteller zufolge VIPs und CEOs.

Marco Polo nur noch mit Vollausstattung

Der Camper Marco Polo soll zum „mobilen Smart Home“ werden. Mercedes hat dafür das MBAC-System (Mercedes-Benz Advanced Control) weiterentwickelt. Beispielsweise können Insassen nun die Kühlschranktemperatur einstellen oder das Licht dimmen, ohne aufzustehen. Bei unebenem Grund kann der Reifendruck so reguliert werden, dass das Fahrzeug gerade steht. Anders als bisher gibt es den Marco Polo künftig nur noch in Vollausstattung inklusive Küche. Als Ersatz für die Einstiegsvarianten soll die T-Klasse mit Campingmodul fungieren.

Mercedes hat nach eigenen Angaben funktionale Ausstattungen, die häufig zusammen gekauft werden, verstärkt in Paketen gebündelt und die Auswahl von Einzeloptionen deutlich reduziert.

Um wie viel die jeweiligen Einstiegspreise durch die Aufwertung der Fahrzeuge steigen, will Mercedes erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Im Handel starten die überarbeiteten Modelle im ersten Halbjahr 2024.

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