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Diese Bandbreite spiegelt sich auch in den Marktwerten wider:
- Die Gebrauchsfahrzeuge kosten – relativ unabhängig von der Motorisierung – 1.000 bis 3.000 Euro.
- Die Noch-Gebrauchsfahrzeuge können insbesondere als T-Modell oder Coupé mit weniger als 100.000 Kilometern Laufleistung, attraktiver Motorisierung und „Vollausstattung“ die 5.000-Euro-Schwelle überspringen und mit ausgesuchten Exemplaren auch schon an der 10.000-Euro-Schwelle kratzen.
- Die Liebhaberfahrzeuge haben die 10.000 EUR-Schwelle schon seit Längerem übersprungen.
- Aufgrund dieser Bandbreite ist beim W 124 derzeit noch alles möglich: Der Export von verbrauchten Exemplaren, die ganzjährige Nutzung im Alltag und das Wegstellen als Liebhaberfahrzeug.
Liebhabermodelle: Welche werden es sein?
Dieses Jahr werden die ersten W 124 das zulassungsrechtliche Oldtimeralter erreichen und können mit einem „Oldtimerkennzeichen“ betrieben werden. Wie bereits beim W 123 wird diese Möglichkeit auch zum Re-Import gut erhaltener Dieselmodelle – bevorzugt des 300er-Turbo mit Vollausstattung – führen. Die bereits heute in den „Stand des Liebhaberfahrzeugs“ erhobenen Modelle werden übergangslos zum Oldtimer reifen:
- Die Cabriolets reihen sich in die Ahnengalerie der großen viersitzigen Mercedes-Cabriolets ein.
- Die Coupés reihen sich in die Ahnengalerie der W-114- und W-123-Coupés ein.
- Die Achtzylinder-Modelle werden künftig in einem Atemzug mit 300 SEL 6.3 und 450 SE 6.9 genannt.
- Gut motorisierte und vollausgestattete Limousinen und T-Modelle werden als „kleine S-Klassen“ liebevoll gepflegt.
Und wie heute schon bei W 116, W 126 und W 123 werden die Fans irgendwann auch beim W 124 den besonderen Charme eines 200 E oder 200 D mit „Buchhalterausstattung“ entdecken.
Auch wenn die einschlägigen Liebhaber sich heute über die verstärkte Neigung zu Lackunterrostungen der W-124-Modelle aus der letzten Serie mokieren, so ist trotzdem festzustellen, dass ein W 124 auch mit „Wasserlack“ noch immer deutlich korrosionsresistenter ist, als es seine Vorgänger W 114/W 115 und W 123 ( und sogar der Nachfolger W 210) jemals waren. Defekte Fahrwerks- und Bremsenteile sind „normalem“ Verschleiß geschuldet, Spurstangenköpfe und Tragegelenke haben beim W 123 auch nicht „ewig“ gehalten – und gebrochene Fahrwerksfedern sind mit passendem Spezialwerkzeug wirklich schnell und einfach ausgewechselt. Und wenn bei einem 300 E Baujahr 1984 heute bei 330.000 Kilometern die gelängte Steuerkette überspringt oder reißt, dann kann der Markenfreund sich zwar die Frage stellen, warum diese Steuerkette nach 30 Jahren „schon“ verschlissen ist, er hätte die Steuerkette jedoch auch bei 300.000 Kilometern vorsorglich erneuern können.
Beim R 129 bestreitet heute niemand mehr seine Eignung als künftiger Oldtimer, beim W 201 überrascht es, dass er bereits „die 30“ überschritten hat, die Gegensätze der Meinungen über den W 140 werden zunehmend geringer und die Eignung des W 124 wird spätestens dann niemand mehr infrage stellen, wenn die ersten W 210 30 Jahre alt werden. Lassen wir die Frage nach dem „letzten echten Mercedes“ an dieser Stelle doch einfach offen. Unumstritten ist, dass der W 124 der letzte „Daimler-Benz“ ist – mit dem Nachfolger W 210 (E-Klasse) hieß das Unternehmen fortan Daimler-Chrysler.
Weiterführende Informationen
Zusätzliche Informationen rund um den W 124 erteilt der W-124-Modellclub,
gebrauchte Original Ersatzteile finden Sie direkt bei Mercedes-Benz,
günstige Neuteile liefert Carus Parts,
Überholte Ersatzteile und interessante Reparaturlösungen hat die Firma Herrmanns.
Aktuelle Marktpreise fasst eine PDF-Tabelle zusammen.
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