Mondial de l’Automobile Messe meldet großen Publikumszuspruch

Von Andreas Grimm/ampnet 3 min Lesedauer

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Das große Messesterben ist vorerst gestoppt, der Pariser Autosalon hat wieder mehr Aussteller und viele Besucher angezogen. Auch online stieß die Messe auf großes Interesse.

Der Hongqi EH7 ist eines der chinesischen Modelle, die auf dem Pariser Salon 2024 für Aufmerksamkeit sorgten.(Bild:  Ampnet)
Der Hongqi EH7 ist eines der chinesischen Modelle, die auf dem Pariser Salon 2024 für Aufmerksamkeit sorgten.
(Bild: Ampnet)

Der Pariser Autosalon lebt. Wie die Veranstalter am Sonntag (20. Oktober) mitteilten, hat die Autoshow in ihrer 90. Auflage mehr Besucher angezogen als erwartet. Insgesamt zählten die Verantwortlichen 508.007 Gäste in den Messehallen. Die Franzosen hätten eine „unerschütterliche Verbundenheit mit ihren Autos“ gezeigt. Neben den französischen Herstellern hatten vor allem chinesische Fabrikate die Messe zur Leistungsschau genutzt. Aber auch andere europäische Marken beteiligten sich.

Vom 14. bis 20. Oktober hatten 48 Hersteller und 158 Aussteller in fünf Pavillons des Parc des Expositions in Paris ihre Innovationen und Modelle ausgestellt. Die Messe habe „Enthusiasten, Fachleute, Familien und Fans jeden Alters“ angezogen, heißt es in der Mitteilung. Und die Veranstalter sind sich sicher, dass der große Zuspruch keine Eintagsfliege ist. Während der Messe wurde eine Ipsos-Studie vorgestellt, aus der hervorgeht, dass 81 Prozent der Befragten emotional mit ihrem Auto verbunden seien.

Positiv heben die Veranstalter hervor, dass die Mondial de l’Automobile neben dem Publikum vor Ort auch online eine hohe Reichweite erzielt habe. Mithilfe einer „ehrgeizigen digitalen Strategie“ habe der Pariser Autosalon in den sozialen Medien fast 5 Millionen Aufrufe während des Veranstaltungsmonats erzielt. Die Website verzeichnete über 3 Millionen Aufrufe, fast 1,5 Millionen Sitzungen und fast 800.000 Besucher. „Der Autosalon ist nicht nur ein physisches Ereignis, er ist zu einer echten Medienplattform geworden“, sagte Messe-Direktor Serge Gachot.

Emotionales Produkt Auto zieht noch immer

Gut angenommen wurden die Testfahrten, die zehn Marken anboten. 60 Prozent der Testteilnehmer gaben an, innerhalb des nächsten Jahres einen Kauf zu planen. Die meisten hätten zudem außerhalb der Messe die Fahrzeuge vermutlich nicht ausprobiert. In der Folge hätten die Testfahrten dazu beigetragen, einen Fahrzeugwechsel beim Kauf in Erwägung zu ziehen.

„Das Automobil ist in erster Linie ein emotionales Produkt. Deshalb sind Veranstaltungen wie der Pariser Autosalon für mich unersetzlich“, bilanzierte Renault-Chef Luca de Meo. Die 90. Ausgabe des Pariser Automobilsalons hat sich damit zu einem wichtigen Kontaktpunkt für die Automobilindustrie entwickelt. In mehr als 25 Konferenzen diskutierten Fachleute, Experten und Entscheidungsträger die Zukunft des Automobils, insbesondere mit Bezug auf Themen wie den industriellen Wandel, die Veränderungen durch Elektrofahrzeuge und die sich verändernden Erwartungen der Verbraucher.

Von den etablierten Marken nutzte allen voran der Renault-Konzern die Messe, um seine Neuheiten zu zeigen. Mit gleich sieben Premieren sorgte der heimische Autobauer für ein Neuheiten-Feuerwerk. Vorgestellt wurden etwa R4 und R5, dazu der Dacia Bigster und die Neuheiten von Alpine (A290 und A390). Grundsätzlich standen Elektromodelle im Vordergrund – trotz der aktuell sinkenden Kaufbereitschaft. Auch die deutschen Hersteller meldeten sich zurück, darunter Audi mit dem Q6 Sportback E-Tron, BMW mit dem i5 Touring und Ford mit der Neuinterpretation des Capri. Skoda präsentierte seine elektrische Neuheit Elroq und Kia brachte mit dem EV3 ein bezahlbares elektrisches Kompakt-SUV.

Eine weitere tragende Rolle spielten die chinesischen Hersteller, die wie bei der vorangegangenen Veranstaltung im Jahr 2022 die Automesse als Türöffner nach Europa nutzten – und die Mondiale tatsächlich in den Rang einer internationalen Messe hoben, denn Aussteller aus Japan waren nicht vor Ort. Allerdings war auch Tesla erstmals nach sechs Jahren wieder vertreten. Mit BYD und Hongqi, GAC und Xpeng sowie dem Stellantis-Partner Leapmotor waren jene Marken vor Ort, die ihren Anspruch auf einen spürbaren Anteil am automobilen Absatzkuchen in Europa zuletzt vernehmbar formuliert hatten.

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