Michael Heid führt künftig Innung Unterfranken
Zehn Wahlgänge zeugen von einem größeren Personalwechsel: Die fünftgrößte Kfz-Innung Deutschlands hat auf ihrer Jahreshauptversammlung wichtige Posten neu besetzt.
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Eine „Superwahl“ hatten die Mitglieder der Kfz-Innung Unterfranken im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung zu absolvieren. In zehn Wahlgängen bestimmten sie die Vertreter bzw. Beauftragten von Deutschlands fünftgrößter Kfz-Innung neu. Mehrere Posten waren aus unterschiedlichen Gründen frei geworden.
An der Spitze der Innung Unterfranken steht mit Wirkung zum 1. Oktober als Innungs-Obermeister Michael Heid. Er tritt in die Fußstapfen von Johannes Bleuel, der aus familiären Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Im Rahmen einer Ansprache dankte Bleuel den Innungsmitgliedern für das Vertrauen und die Loyalität, die sie ihm während seiner Amtszeit entgegengebracht hatten. „Ich habe das Ehrenamt sehr gerne wahrgenommen“, erklärte der scheidende Obermeister.
In seinem Jahresrückblick appellierte Bleuel an die Gewerbevertreter: „Der Kunde ist heute wichtiger als das Auto.“ Ein entsprechend „historisches“ Umdenken sei deshalb bei vielen Handwerksbetrieben notwendig, so sein Credo. Die Voraussetzungen für eine „frische Denke“ dürften in Unterfranken gut sein, zumindest auf Innungsebene: Neben dem 46-jährigen Heid, Inhaber einer freien Werkstatt in Rimpar bei Würzburg, wählten die Anwesenden den 31-jährigen Marcus Eisner zu dessen Stellvertreter – das neue Führungsduo dürfte mit Sicherheit eines der jüngsten seiner Art sein.
Veränderungen auch in der Geschäftsstelle
Auf seine Amtszeit rückblickend hätte sich Bleuel gewünscht, dass die Mitgliedsbetriebe aktuelle Informations- und Weiterbildungsangebote ihrer Innung stärker wahrgenommen hätten. Diese seien schließlich zu ihrem eigenen Nutzen, so der Obermeister. Als Beispiel nannte er unter anderem die „Fachtagung Freier Werkstätten“ am 26. Oktober im Vogel Convention Center. Auch die anstehenden Lichtwochen sollten die Betriebe aktiv nutzen, statt sie leidiglich abzuhandeln.

Abgesehen vom Obermeister und seinem Stellvertreter bestätigten die Wahlberechtigten mit Ausnahme einer personellen Veränderung den bisherigen Innungs-Vorstand in seinem Amt. Ebenso erfolgte die Wahl des Bezirksmeisters, der Meisterbeisitzer, des Ausschusses der Berufs- bzw. Lehrlingsausbildung sowie der Schiedskommission einstimmig und für eine Amtszeit von fünf Jahren.
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