ZDF-Morgenmagazin im Autohaus Was das Verbrenner-Aus für die Kfz-Werkstätten bedeutet

Von Doris S. Pfaff

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Das beschlossene Verbrenner-Aus war am Donnerstag Thema im ZDF-Morgenmagazin. Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, erläuterte im Interview die Folgen der EU-Entscheidung für die Kfz-Werkstätten.

Michael Ziegler, Verbandspräsident von Baden-Württemberg, im Interview mit ZDF-Reporterin Sandra Susanka. (Bild:  Screenshot »kfz-betrieb«)
Michael Ziegler, Verbandspräsident von Baden-Württemberg, im Interview mit ZDF-Reporterin Sandra Susanka.
(Bild: Screenshot »kfz-betrieb«)

Was bedeutet die EU-Entscheidung zum Aus von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2035? Antworten auf diese Frage suchte das Team des ZDF-Morgenmagazins am Donnerstag (3. November) bei Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg. Reporterin Sandra Susanka besuchte dazu die Schwabengarage in Stuttgart und ließ sich von Ziegler erklären, welche Folgen die Entscheidung für das Kfz-Gewerbe hat.

Die Herausforderungen für die Kfz-Betriebe durch Veränderung der Antriebstechnologie – weg vom Verbrenner, hin zur Elektromobilität – seien immens, sagte Ziegler. Die Erträge in den Werkstätten würden durch die Elektromobilität schrumpfen. So falle das klassische Ölgeschäft weg. Auch Reparaturen und der Austausch von Verschleißteilen würden weniger, da beim Elektromotor im Schnitt 50 Prozent weniger bewegliche Teile verbaut seien als beim herkömmlichen Verbrennungsmotor. Gleichzeitig müssten die Betriebe kräftig investieren, um elektrofähig zu sein. Je nach Herstellervorgaben seien das pro Betrieb zwischen 50.000 und 100.000 Euro und mehr, so Ziegler.

Die Kfz-Betriebe müssten Spezialwerkzeuge anschaffen und ihre Werkstattausstattung an die E-Mobilität anpassen. Die Mitarbeiter müssten den Umgang mit der neuen Technologie lernen und neue Sicherheitsvorkehrungen umsetzen, erklärte Ziegler weiter. Weil aber bis 2035 noch Neuwagen mit Verbrennungsmotoren auf den Markt kämen, müsse das Kfz-Handwerk weiterhin beide Technologien beherrschen – auch wenn einige Hersteller bereits angekündigt hätten, sich deutlich früher vom Verbrenner zu verabschieden.

Dieser Herausforderung müsse auch die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gerecht werden. Sie müsse den Auszubildenden das Know-how zur Elektromobilität, zur Verbrennertechnologie und zur Wasserstofftechnologie vermitteln.

Das alles berge Risiken, insbesondere für Betriebe, die diesen Schritt der Transformation nicht mitgehen könnten, weil Umsätze und Erträge wegbrächen und das Geld für Investitionen fehle. „Das führt letztendlich dazu, dass wir in der Summe weniger Arbeit haben und wird langfristig dazu führen, dass Arbeitsplätze verloren gehen und Betriebe gegebenenfalls sogar schließen müssen“, sagte Ziegler.

Der Beitrag ist in der ZDF-Mediathek abrufbar.

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