Michelin gestaltet globalen Vertrieb grundlegend um
Michelin stellt sich komplett neu auf. Das Unternehmen gliedert seine weltweiten Aktivitäten in zehn neue Regionen. Deutschland soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Großer Treiber hinter den Veränderungen ist die Digitalisierung.
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Michelin hat seine globale Unternehmensstruktur zum Jahresstart 2018 neu sortiert. Die Geschäfte des Reifenherstellers sind künftig zehn neu geschaffenen Regionen zugeordnet, Michelin erhofft sich dadurch „mehr Entscheidungsfreiheit, Handlungsspielraum und Eigenverantwortung aller Mitarbeiter“.
Hintergrund der Veränderung ist laut einer Unternehmensmitteilung die Digitalisierung und die damit verbundene starke Veränderung der Kundenbedürfnisse. Michelin will mit Hilfe der neuen Strukturen den Kunden stärker in den Mittelpunkt rücken, Abläufe vereinfachen und alle Dienstleistungen und Prozesse digitalisieren.

Auch für das Geschäft in Deutschland bedeutet die Neustrukturierung Veränderungen. Die bisherige Vertriebsregion Deutschland/Österreich/Schweiz gehört ab sofort gemeinsam mit Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Norwegen und Schweden zur Region Europe North. Der Hauptsitz dieser neu geschaffenen Einheit wird nach Unternehmensangaben in Deutschland sein. Auch die Zentrale für das weltweite Erstausrüstungsgeschäft aller Automobilhersteller soll zukünftig in Deutschland angesiedelt sein. Außerdem steuert das Management der Region Europe North die europäischen Großkunden aller vier europäischen Regionen.
Europe North soll vom Umsatz her die drittgrößte der insgesamt zehn neuen Michelin-Regionen weltweit werden – nach den USA und Europe South, die unter anderem Frankreich, das Heimatland des Michelin-Konzerns, einschließt.
Chef der Region Europe North ist Anish K. Taneja. Er war zuletzt in der Geschäftsführung der ehemaligen DACH-Region für alle kommerziellen Aktivitäten verantwortlich. Bevor er 2013 zu Michelin wechselte, war Taneja für die Lufthansa und Sixt tätig.
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