Weller Mit der Vier-Tage-Woche zur Sechs-Tage-Werkstatt

Von Julia Mauritz 5 min Lesedauer

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Das Bad Homburger BMW- und Mini-Autohaus Weller hat die Vier-Tage-Woche eingeführt – auf freiwilliger Basis. Die 40 Wochenstunden sind geblieben, die Servicemitarbeiter haben an rollierenden Tagen frei. Mit dem Arbeitszeitmodell erzielt das Autohaus mehrere Effekte.

Die Werkstatt hat seit der Einführung der Vier-Tage-Woche auch am Samstag geöffnet.(Bild:  Mauritz – VCG)
Die Werkstatt hat seit der Einführung der Vier-Tage-Woche auch am Samstag geöffnet.
(Bild: Mauritz – VCG)

Fast immer, wenn sich Burkhard Weller samstags auf Reisen begab, um eine seiner eigenen Weller-Filialen oder aber ein fremdes Autohaus zu besuchen, endete der Ausflug mit einem schalen Gefühl: „Es saßen zwar ein paar Verkäufer im Autohaus, aber im Großteil des Betriebs herrschte gähnende Leere. Die Atmosphäre war weder für die Kunden noch für die Mitarbeiter angenehm. Folglich unmotiviert waren auch die wenig anwesenden Mitarbeiter, wenn ein Kunde mit einem Anliegen zu ihnen kam“, schildert der geschäftsführende Gesellschafter der Berliner Mehrmarken-Autohausgruppe seine Erfahrungen.

Schon länger keimte in ihm die Idee, die Betriebe an den Samstagen zu beleben – nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Service. Vor Augen hatte er dabei vor allem die frequenzstarken Reifenwechsel-Wochenenden. Doch das starre Arbeitszeitmodell mit einer auf fünf Tage verteilten 40-Stunden-Woche ließ das nicht zu – sehr zum Ärger des Unternehmers. „Wir betreiben unsere Gebäude schließlich an sieben Tagen in der Woche und es ist insofern sinnvoll, sie auch bestmöglich auszulasten“, bemerkt er.