Mit Motory Gebrauchtwagenkunden binden

Autor Stephan Richter

2013 ging mit Motory eine Art „Facebook für Autos“ an den Start. Jetzt bietet die Plattform Autohändlern neue Möglichkeiten der Kundenbindung.

Motory soll im besten Fall das gesamte Autoleben abbilden.
Motory soll im besten Fall das gesamte Autoleben abbilden.
(Foto: Motory)

Die Onlineplattform Motory hat einen Händlerbereich in ihr Angebot integriert. Bereits seit August 2013 können Privatnutzer bei Motory Profile für ihre Fahrzeuge erstellen und diese mit regelmäßigen Informationen zu Wartung, Reparaturen, Pflege, Tuning oder Zubehör befüllen. Aber auch mit Fotos vom tagesaktuellen Kilometerstand, vom Serviceheft oder der letzten Autowäsche sollen Autofahrer den Lebenszyklus ihres Fahrzeugs dokumentieren, erklärt Pressesprecher Jens Schüren. Mit der Zeit entsteht dadurch eine Art digitales Serviceheft.

Nun können auch Autohändler ihre Gebrauchtwagen auf der Plattform hochladen. Erklärtes Ziel von Motory ist hierbei die Kundenbindung: Verkauft der Händler ein Fahrzeug, kann der Kunde den Motory-Account mitnehmen und weiterhin aktualisieren. Der Händler kann dem Fahrzeug folgen und aus den Informationen Aufträge für den Verkauf und den Service generieren, sagt Schüren und verweist auf die Filterfunktion der Software – zum Beispiel nach der Laufleistung. Dafür bedarf es eines Profils für das Autohaus ähnlich wie bei anderen sozialen Netzwerken. Mit diesem kann der Händler auch alle Follower über Aktionen in seinem Unternehmen informieren.

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Um die Account-Pflege in Zukunft zu vereinfachen, ist Motory mit zwei CRM-System-Anbietern im Gespräch – man wolle den Abgleich der Datenbanken automatisieren, beschreibt Schüren. Bislang gibt es noch keine Schnittstellen zu bestehenden Verwaltungsprogrammen.

Langfristige Verknüpfung

Autofahrer würden die vorhandenen Autobörsen meist nur während eines Kaufprozesses nutzen und sie erst beim nächsten Fahrzeug wieder aufsuchen, beschreibt Schüren. Diese Lücke möchte Motory schließen und jedem Fahrzeug einen transparenten Werdegang ermöglichen. Eine gute Dokumentation schließe zudem eine Tachomanipulation aus, ergänzt Schüren.

Basisangebot bleibt kostenfrei

Noch liege die Zahl der Profile im vierstelligen Bereich, sagt Schüren. Es kämen jedoch täglich neue User über das Anmeldeportal hinzu, sodass das Unternehmen zuversichtlich ist, demnächst die 10.000er-Hürde zu nehmen. Schüren verspricht, dass Motory auch in Zukunft für die Händler kostenfrei bleibt. Nach und nach möchte das Unternehmen auch zusätzliche Tools einführen.

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