Reifentechnik Mit Plastikflasche und Wüstenstrauch zum nachhaltigen Reifen

Von Cara Stibolitzki 1 min Lesedauer

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Autos sollen in Zukunft umweltfreundlicher unterwegs sein – mit einem Reifen von Bridgestone, der zu 75 Prozent aus erneuerbaren Materialien besteht: 37 Prozent sind recycelt, 38 Prozent stammen aus erneuerbaren Quellen.

Guayule-Feld im südwestlichen Wüstengebiet Amerikas zur Gewinnung von Naturkautschuk.(Bild:  Bridgestone)
Guayule-Feld im südwestlichen Wüstengebiet Amerikas zur Gewinnung von Naturkautschuk.
(Bild: Bridgestone)

Nach der Entwicklung im amerikanischen Technology Center von Bridgestone in Ohio wurden die neuen Reifen im Reifenwerk des Unternehmens in South Carolina produziert, wobei eine acht Hektar große Solaranlage Energie für den Werkbetrieb liefert. Das Reifenwerk in Amerika ist das erste mit ISCC-PLUS-Zertifizierung (International Sustainability and Carbon Certification): Dieses Zertifikat belegt die nachhaltige Herkunft des Produkts vor dem Hintergrund einer transparenten Lieferkette.

Paolo Ferrari, Präsident und CEO von Bridgestone Americas, sieht die neue Reifentechnologie als wichtigen Schritt Richtung Klimaneutralität des Unternehmens und verweist damit auf die Vision des Herstellers, bis 2050 ausschließlich 100 Prozent nachhaltige Materialien für seine Reifen zu verwenden.

Naturkautschuk aus eigenem Anbau

Woraus genau besteht also der umweltfreundliche Reifen? Unter anderem werden sogenannte recycelte Monomere verwendet, also kleine Moleküle, die aus wiederverwerteten Stoffen wie zum Beispiel Plastikflaschen gewonnen werden. In Verbindung mit recyceltem Stahl sowie wiederverwertetem, biobasiertem Ruß wird daraus der synthetische Kautschuk im Reifen. Auch in diesem Produktionsprozess tragen einige der Materialien das ISCC-PLUS-Siegel.

In der firmeneigenen Guayule-Entwicklungsanlage in Eloy, Arizona, wird der Naturkautschuk aus dem gleichnamigen Wüstenstrauch angebaut. Den Weg hierfür ebneten – neben einer mehr als zehnjährigen Forschung – Entwicklungsgelder in Höhe von über 100 Millionen Dollar, um eine Alternative zum importierten Naturkautschuk aus Südostasien zu finden. Der Guayule-Wüstenstrauch eignet sich besser für den trockenen Südwesten Amerikas und benötigt beim Anbau nur etwa halb so viel Wasser wie beispielsweise Baumwolle. Bridgestone legt den Fokus weiterhin auf diese Alternative und will den Naturkautschuk bis 2030 kommerziell produzieren.

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