Mit zwei Klicks zum Ziel

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Zu einer mehrsprachigen Seite rät Linke nur dann, wenn im Autohaus auch ein Verkäufer arbeitet, der die Sprache spricht. Ansonsten treten die Verständigungsprobleme im direkten Kundenkontakt wieder auf, die der Internetauftritt vorab vermeintlich aus dem Weg geräumt hat.

Die Kosten für den Onlineauftritt umfassen eine breite Spanne – jedes Autohaus muss selbst festlegen, wie viel Geld es dafür ausgeben will. „Viele Autohäuser sind bereit zu investieren. Sie müssen sich nur vorab darüber klar werden, wie viel sie mit ihrer Homepage verdienen wollen. Höhere Investitionen bieten auch bessere Möglichkeiten.“

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Mit zu diesen Möglichkeiten gehört eine gute Auswertung des Verkehrs auf der Homepage: Statistiken über Klickraten, Verweildauer auf den jeweiligen Seiten und darüber, von wo aus der Kunde auf die Homepage kam – sei es durch eine Suchmaschine, die Herstellerseite, Bannerwerbung, Newsletter oder durch die direkte Eingabe im Browser. Zudem lässt sich aufzeigen, ob ein Kunde den Newsletter des Autohauses auch wirklich geöffnet hat.

Relaunch alle drei Jahre

Linke empfiehlt, spätestens nach drei Jahren die Internetseite zu erneuern: „Nur so ist gewährleistet, dass ein Autohaus sich aktuell und auf einem technisch hohen Stand präsentiert. Sicherlich verkleinern sich die Zeitabstände in Zukunft, da die Technik sehr schnell fortschreitet.“

Schon jetzt ist erkennbar, dass der Trend Richtung „mobiles Internet“ geht. In den vergangenen sechs Monaten verzeichneten viele Autohäuser einen Anstieg der Kundenzugriffe über Bildschirme mit niedriger Auflösung – die Smartphones haben den Autohandel erreicht. Die Kunden nutzen ihre Mobiltelefone, um sich über Angebote im Autohaus zu erkundigen. Viele Autohäuser haben sich schon jetzt eine App – Anwendungsprogramme für Smartphones – entwickeln lassen, um Kunden den Zugang zu ihrem Fahrzeugangebot zu erleichtern. „Mit keiner anderen Software lässt sich schneller und zielgerichteter arbeiten als mit Apps“, sagt Linke. Ob nun Iphone, Blackberry, Android-Handy oder ein anderes der unzähligen Smartphones auf dem Markt: Das Internet findet seinen Weg vom heimischen Computer oder Laptop in die Hosentaschen der Kunden. Damit können sie jederzeit und von überall her auf Fahrzeuginformationen und Serviceangebote des Autohauses zugreifen. Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook gehören für Linke schon jetzt zu Punkten, an denen Autohäuser anknüpfen sollten.

Online einen eigenen Kundenbereich

Ferner rät Linke dazu, dass Kunden auf den Autohausseiten einen eigenen Bereich erhalten, in dem sie ihre Fahrzeugakte einsehen, Termine vereinbaren oder ihre Daten ändern können.

Der Erstplatzierte des Internet Sales Award 2009, Autohaus Beresa, hat zudem einen Online-Chat im Angebot. Kunden können einen Verkäufer anschreiben, der ihnen Informationen zu den Fahrzeugen oder Ersatzteilen geben kann – schnell und unkompliziert.

Hier geht es zu Teil 2 der Serie „Berufsfeld Auto und Internet“: Wie sieht der Alltag eines Internetverantwortlichen aus und was sind seine Aufgaben?

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 Stephan Richter

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