Mit zwei Klicks zum Ziel

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Im ersten Teil der Serie „Berufsfeld Auto und Internet“ erklärt Webdesigner Rainer Linke von der Agentur Two S, worauf ein Autohaus achten muss, wenn es einen neuen Internetauftritt erstellen möchte.

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Rainer Linke, GEschäfstführer der Webdesign-Agentur Two S.
Rainer Linke, GEschäfstführer der Webdesign-Agentur Two S.
( Archiv: Vogel Business Media )

2009 stand das Autohaus Beresa aus dem Münsterland ganz oben auf dem Treppchen des Internet Sales Award von »kfz-betrieb« – die Homepage entstammt der Onlineschmiede von Two S.

Die Webdesignagentur hat bereits über 250 Homepages für Autohäuser programmiert. Neben Beresa finden sich deren Kunden regelmäßig unter den Erstplatzierten des Internet Sales Award wieder. „Eine eigene Internetseite ist für ein Autohaus definitiv sinnvoll“, erklärt Geschäftsführer Rainer Linke: „Es ist aber wichtig, sie auch gut zu pflegen – eine Seite lebt nur von ihrem Inhalt.“

Zudem ist es laut Linke ratsam, die angebotenen Website-Baukästen der Hersteller zu prüfen, und gegebenenfalls ein eigenständiges Design zu entwickeln: „Die meisten Content-Management-Systeme der Hersteller bieten feste Rahmenbedingungen für die Befüllung der Webseiten, Änderungen sowie Aktualisierungen oder auch eigene Ideen lassen sich nur schwer einpflegen.“ Zwar sei es angebracht, den Internetauftritt an das Grundlayout der jeweiligen Fahrzeugmarke anzupassen und auch Neuigkeiten des Herstellers zu veröffentlichen, dennoch sollten neben der Hersteller-CI die eigenen Elemente im Vordergrund stehen.

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„Das Autohaus sollte selbst auf die Seite zugreifen können, um die Inhalte zu aktualisieren. Wir bieten unseren Kunden diese Möglichkeit an, haben das System aber so programmiert, dass jeder nur in sicheren Bereichen arbeiten und somit niemand die Seite komplett zerstören kann“, erklärt Linke. Darüber hinaus bietet Two S seinen Kunden an, die Pflege der Seite zu übernehmen.

Gut strukturiert und aufgeräumt

Autohäuser möchten mit ihrer Homepage Geld verdienen – im besten Fall klappt das auch. „Die Kunden müssen mit zwei Klicks zu den wichtigsten Punkten wie der Fahrzeugsuche oder Serviceangeboten gelangen“, sagt Linke. Dazu bedarf es eines aufgeräumten und gut strukturierten Auftritts. Findet sich der Kunde zurecht und kommt schnell ans gesuchte Ziel, wirkt sich das auch verkaufsfördernd aus.

Zusatzangebote schaffen Mehrwert

Zudem gehören laut Linke Zusatzangebote wie Bildergalerien oder Informationen über das Unternehmen auf die Homepage. „Der Mensch sollte im Fokus stehen. Fotos von den Geschäftsführern, Verkäufern sowie den Werkstattmitarbeitern schaffen eine Vertrauensbasis zwischen Kunde und Autohaus“, sagt Linke.

Kundenzeitungen sollten neben der gedruckten Variante auch als PDF-Datei auf der Seite zu finden sein. Ebenso bringen Fotos von Firmenveranstaltungen, Autovorstellungen oder anderen Events die Kunden dazu, sich mit ihrem Autohaus zu identifizieren.

Jede Homepage sollte ein Einzelstück und genau auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. „Die Wünsche und Anforderungen der Kunden unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland sowie von Marke zu Marke. Da gibt es kein universelles Produkt“, erklärt Linke.

Zunächst entwickelt seine Agentur das Konzept für einen Auftritt, holt sich eine Rückmeldung des Kunden ein und erstellt anschließend das komplette Layout. Nach der Freigabe des Autohauses bedarf es drei bis sechs Wochen, bis die Internetseite online gehen kann.

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