Mobile.de führt Händlerbewertungen ein

Autor Dr. Martin Achter

Händler müssen sich kommendes Jahr auf Neuerungen bei Mobile.de einstellen: Auf dem Onlinemarktplatz zählt künftig das Urteil der Autokäufer.

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(Foto: Mobile.de)

Autohändler müssen sich auf Mobile.de in Zukunft dem Urteil der Kunden stellen. Wie die Onlinebörse am Freitag in Berlin mitteilte, will das Unternehmen ab kommendem Jahr Händlerbewertungen fest einführen. Die Funktion werde in einer Testphase ab Ende Juli erprobt.

Mobile.de machte keine näheren Angaben dazu, wie genau die Händlerbewertungen in Zukunft zustande kommen. Denkbar wäre, dass neben den Angaben von Kunden auch weitere Parameter einfließen, die etwa auf Transaktionsdaten von Händlern beruhen, die der Onlinebörse vorliegen.

Mobile.de-Geschäftsführer Malte Krüger erklärte, dass Endkunden und Händler von der Bewertungsfunktion gleichermaßen profitieren könnten: „Langfristig sorgen wir mit Händlerbewertungen bei Endkonsumenten für mehr Klarheit beim Autokauf. Gleichzeitig erhalten Autohändler kontinuierlichen Zugang zu wertvollem Kundenfeedback.“ Händler könnten auf diese Weise Stärken und etwaige Schwachpunkte in der Außenwahrnehmung ihrer Unternehmen erkennen und an diesen arbeiten. Betriebe, die bei Kundenbewertungen durch Vertrauenswürdigkeit punkteten, erhielten die Möglichkeit, ihre Marktposition zu stärken.

Einer Umfrage im Auftrag von Mobile.de zufolge sehen rund 52 Prozent der Autofahrer in Deutschland unabhängige Bewertungen im Internet als Hilfe beim Autokauf an, mehr als drei Viertel lassen sich bei der Wahl des Händlers vom Urteil anderer Kunden beeinflussen. Der Zuspruch für Händlerbewertungen ist unter Gebrauchtwagenkäufern größer als bei Neuwagenbesitzern. Jüngere Autokäufer orientieren sich laut Studie stärker an Online-Bewertungen als ältere.

Mobile.de-Geschäftsführer Krüger betonte, die Ergebnisse zeigten, wie wichtig es im Automobilvertrieb sei, sich an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren und im Kontakt online entsprechend zu handeln. Für die repräsentative Untersuchung befragte das Marktforschungsunternehmen Puls knapp 1.100 Autofahrer in Deutschland.

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