Stellantis-Rückrufe Möglicher Kontrollverlust

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Zahlreiche Fahrzeuge von Opel, Peugeot, Citroën, DS, Jeep und Fiat stehen wieder auf der To-Do-Liste der Vertragspartner. Zwei Maßnahmen erfordern einen mechanischen Eingriff, bei einer genügt ein OTA-Update.

Neben anderen Konzernmodellen hat der Peugeot 3008 gerade einen Pflicht-Werkstatttermin.(Bild:  Peugeot)
Neben anderen Konzernmodellen hat der Peugeot 3008 gerade einen Pflicht-Werkstatttermin.
(Bild: Peugeot)

Eine lange Liste von Rückrufen kommt aus dem Stellantis-Konzern. Am umfangreichsten ist die Aktion für den Peugeot 3008, 5008 und Opel Grandland, die weltweit laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) insgesamt über 100.000 Einheiten umfasst. Ursache ist ein möglicher Bruch der Schrauben, welche die vordere linke oder rechte Kugelgelenkhalterung am vorderen unteren Querlenker befestigen. „Eine fehlende Schraube an einer Verbindung hat keine Auswirkungen. Bei zwei fehlenden Schrauben dreht sich die Kugelgelenkhalterung und das betroffene Rad ändert die Richtung und schlägt gegen den Kotflügel, was im schlimmsten Fall die Steuerbarkeit des Fahrzeugs beeinträchtigen kann“, erklärte eine Konzernsprecherin.

Der notwendige Austausch der vorderen linken und rechten Kugelgelenkhalterung dauert den Angaben zufolge etwa 45 Minuten. Die interne Rückrufkennung „MU8“ gilt für die Produktionszeiträume 17. Juli 2023 (Peugeot 3008) oder 5. Dezember 2023 (5008) bis 29. November 2024, die Kennung „KQG“ für zwischen dem 21. März und 4. Dezember 2024 gebaute Opel Grandland. Deutsche Vertragsbetriebe kümmern sich um 6.810 Peugeots und 1.788 Opel.

Bei rund 16.000 DS7 Crossback in der Plug-in-Hybrid-Variante (PHEV) entspricht die Verpressung der Hinterachs-Einstellstange an der Buchse nicht den Vorgaben. „Anstatt in ihrer ursprünglichen Position zu bleiben, bewegt sich die Hinterachs-Einstellstange auf der Buchse, was zu Klopfgeräuschen im Heckbereich, Aufleuchten der ESC-Warnleuchte (Fahrdynamikregelung), einer Fehlstellung des Lenkrads oder einem Ausbrechen des Fahrzeugs aus der Spur führen kann“, sagte die Sprecherin. Im schlimmsten Fall sei auch hier ein Kontrollverlust über das Fahrzeug möglich. „Um dieses Problem zu beheben, werden wir das Gestänge der Hinterachse auf beiden Seiten austauschen“, kündigte sie an. Den dafür nötigen Zeitaufwand bezifferte sie auf 2,7 Stunden. Der Aktionscode „ND4“ steht hierzulande für 1.252 SUVs auf dem Programm. Sie liefen zwischen April 2022 und Juni 2023 vom Band.

Kein Werkstattbesuch notwendig ist für die Abhilfemaßnahme im Zusammenhang mit den Maßnahmen „MSA“ (Peugeot 208, 2008, 508), „NB8“ (Citroën C4, C4X, DS3, DS7, DS9), „KM2“ (Opel Corsa), „88B“ (Jeep Avenger) und „6851“ (Fiat 600). Ein nur wenige Minuten dauerndes Update der Radio-Software „over the air“ (OTA) behebt der Sprecherin zufolge ein Problem mit dem Advanced Driver Assistance System (ADAS). Durch langes Drücken der ADAS-Taste am Radio könne nämlich gleichzeitig ungewollt der Notbrems- und Spurhalteassistent deaktiviert werden. Etwa 53.000 Autos sind in Summe weltweit von dem Problem betroffen, gebaut in unterschiedlichen Zeiträumen zwischen Juni 2023 und Juni 2024. Auf Deutschland entfallen bei diesem Rückruf laut KBA 3.089 Opel, 1.656 Peugeot, 1.078 Citroën und DS, 201 Jeep und ein Fiat 600.

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