Motivierte Ausbilder und Jugendliche

Redakteur: Johannes Büttner

Auf Einladung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes kamen über 200 Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks anlässlich der Automechanika in Frankfurt zusammen.

Die Tagung hat sich zu einer guten Tradition entwickelt: Zum zwölften Mal kamen auf Einladung des ZDK Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten im Rahmen der Automechanika zusammen. Georg Petersen, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des ZDK, und die Leiterin der Abteilung Berufsbildung, Birgit Behrens, begrüßten rund 220 Teilnehmer.

Beide dankten den Ausbildern in den Betrieben wie in den überbetrieblichen Bildungsstätten für ihr großes Engagement zum Nutzen der Azubis. Aber auch die meisten jungen Menschen seien äußerst motiviert und weitaus besser als ihr Ruf.

Über das Weiterbildungsprogramm des ZDK in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie und einigen Berufsbildungszentren informierte ZDK-Mitarbeiterin Ingrid Neuburger. Im Ausbildungsjahr 2008/09 finden 47 kostenlose Lehrgänge für Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten statt.

Leider kann die Mehrzahl der Teilnehmer nur eine der Fortbildungsveranstaltungen pro Jahr besuchen. Der ZDK bemüht sich aber, allen Ausbildern gerecht zu werden. Hinweise zum organisatorischen und zeitlichen Ablauf der Anmeldung liefert die Internetseite http://berufsbildung.kfzgewerbenet.de.

Neuerungen bei Ausbildung und Prüfung

Gleich zu mehreren Themen sprach ZDK-Referent Joachim Syha. Er informierte zunächst über Änderungen in den Ausbildungsverordnungen für das Kfz-Techniker-Handwerk. Als wichtigste Neuerung führte er die fest definierten, kürzeren Prüfungszeiten an. Als Modell der Zukunft bezeichnete Syha Onlineprüfungen. Voraussetzung seien Standard-PCs und entsprechende Software, eine gute Internetverbindung, ein Systemadministrator und eine Vorbereitungsphase für Prüflinge und Prüfer.

Die Schulungen für überbetriebliche Unterweisungen im Kfz-Techniker-Handwerk stoßen laut Syha auf steigendes Interesse. Um nicht zu lange ihrem Arbeitsplatz fernbleiben zu müssen, wünschten sich viele Teilnehmer allerdings kürzere Lehrgangszeiten.

Alternative Antriebe und Kraftstoffe

Zwei externe Fachleute referierten über technische Entwicklungen in der Branche: Zunächst sprach Prof. Dr. Martin Burgmer von der Universität Flensburg über die Perspektiven von alternativen Kraftstoffen und Antrieben. Nach Ansicht des Wissenschaftlers bieten die Verbrennungsmotoren noch erhebliches Verbesserungspotenzial, deshalb würden sie auf absehbare Zeit fortbestehen. Der Trend gehe außerdem in Richtung Hybridantriebe. Interessante Neuerungen könnte der Elektroantrieb bieten, wenn sich die Batterien verbesserten.

„Elektrisch betriebene Fortbewegungsmittel haben nur mit Lithium-Ionen-Batterien eine Zukunft“, bestätigte Dieter Teckhaus von der SK-Gruppe Deutschland. Derzeit reagiere die Automobilindustrie noch zögerlich auf diesen Energiespeicher; er biete aber so viele Vorteile, dass er sich durchsetzen werde, wenn die Kosten sänken.

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