Motoreninstandsetzung: So gut wie neu

Autor / Redakteur: Dr. Marcel Schoch / Ottmar Holz

Lkw-Motoren halten lange, sehr lange. Irgendwann ist jedoch für alle Schluss – bei einem kapitalen Motorschaden greifen viele Betriebe dann sofort zu einem teuren Neu- oder Austauschmotor. Es gibt jedoch eine preiswertere Alternative: die Reparatur.

Plan und blank: Eine CNC-Fräsmaschine versetzt die beschädigte Zylinderdichtfläche eines MAN-V12-Diesels wieder in den ursprünglichen Zustand.
Plan und blank: Eine CNC-Fräsmaschine versetzt die beschädigte Zylinderdichtfläche eines MAN-V12-Diesels wieder in den ursprünglichen Zustand.
(Bild: Schoch)

Viele Lkw-Motoren kann ein Fachbetrieb nach einem Motorschaden problemlos und kostengünstig wieder instand setzen“, betont Maschinenbauer-Meister Hans Henger. Er arbeitet als Werkstattleiter bei der Firma MMI H. Ganslmeier − Motoren- und Maschinen-Instandsetzung GmbH mit Niederlassungen in Ingolstadt und Landshut (www.ganslmeier-motoren.de). „Trotzdem ersetzt sie die Werkstatt nach dem Ausbau aus dem Fahrzeug meist durch einen neuen oder generalüberholten Motor.“

Der Austausch eines kompletten Motors kostet oft einen fünfstelligen Betrag. Trotzdem ziehen viele Werkstätten eine Reparatur des defekten Motors nicht in Betracht:„Dahinter verbirgt sich häufig die Angst, dass eine Reparatur nicht erfolgreich sein könnte und man sich dann einen Haufen Ärger einfängt, weil man Reparaturgarantien nicht einhalten kann“, meint Hans Henger. „Einige glauben auch, dass die Ersatzteil- und Arbeitskosten deutlich höher liegen als die für einen kompletten Austauschmotor ab Werk.“