Multimarken-Diagnose: Eines für alle

Redakteur: Steffen Dominsky

Die Reparaturportale der Fahrzeughersteller versprechen in der Theorie freien Zugang für jeden, bieten in der Praxis aber reichlich Hürden. Die zu überwinden hat sich das Projekt „Euro DFT“ auf die Fahnen geschrieben.

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Drei, die für die Rechte Freier Werkstätten kämpfen: (v. li.) Neofitos Arathymos, ZDK-Geschäftsführer Technik, Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister, und das neue „Euro DFT“ – hier bei der Präsentation auf der Automechanika.
Drei, die für die Rechte Freier Werkstätten kämpfen: (v. li.) Neofitos Arathymos, ZDK-Geschäftsführer Technik, Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister, und das neue „Euro DFT“ – hier bei der Präsentation auf der Automechanika.
(Foto: Mack)

Marken- oder Freier Hufschmied? Es gab viele Fragen, auf die man zur Zeit d’Artagnans und seiner Freunde keine Antworten hatte. Warum? Sie stellten sich ganz einfach nicht! Heute hingegen sieht die Sache anders aus. Da hat König Kunde die Qual der Wahl: freie oder Markenwerkstatt? Und auch erstere haben seit einiger Zeit die Wahlmöglichkeit, technische Daten und Diagnosewerkzeuge entweder vom freien Markt oder aber direkt vom Fahrzeughersteller zu beziehen – der Euro-5-/6-Gesetzgebung sei Dank.

Doch wie so oft im Leben machen Gesetze nicht jeden glücklich – in diesem Fall die Automobilhersteller. Durchaus verständlich: Wer sägt schon gern am eigenen Service-Ast und gibt „Geheimes“ preis? Die Konsequenz in der Praxis kennt jeder, der sich dem EU-Recht folgend bereits bei einem oder mehreren Portalen der OEMs dieser Welt registriert hat – siehe »kfz-betrieb« 35/2013 und 21/2014. Vor allem die, die nicht nur „einfache“ Daten wie Reparaturanleitungen eingesehen oder ausgedruckt haben, sondern sich schon mit dem Thema Diagnose und Reprogrammierung auseinandergesetzt haben. Sie hatten und haben mit allerlei „Tücken des Systems“ zu kämpfen.