Quartalszahlen und „Forbes“-Bericht Musk-Vermögen springt auf 500 Milliarden US-Dollar

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Tesla bleibt ein Spielball der Entscheidungen von Donald Trump. Der hat eine Steuergutschrift beim Kauf von E-Autos gestoppt. Auf lange Sicht kann das die Tesla-Verkäufe belasten. Kurzfristig stiegen Absatz und Aktienkurs – und  machen Tesla-Chef Elon Musk noch reicher.

In Europa läuft es weiter nicht für Tesla. Doch die Nachfrage in den USA trieb den Quartalsabsatz auf einen neuen Höchststand.(Bild:  Grimm – VCG)
In Europa läuft es weiter nicht für Tesla. Doch die Nachfrage in den USA trieb den Quartalsabsatz auf einen neuen Höchststand.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Schlussspurt bei US-Subventionen für den Kauf von Elektroautos hat Tesla nach Monaten sinkender Verkäufe einen Absatzrekord beschert. Die Auslieferungen der von Elon Musk geführten Firma stiegen im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 497.099 Fahrzeuge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang von etwa fünf Prozent gerechnet. In den beiden ersten Quartalen des Jahres waren die Tesla-Auslieferungen um jeweils rund 13 Prozent gefallen. 

Analysten waren bereits davon ausgegangen, dass einige Kaufinteressenten in den USA vor dem Auslaufen der Steuergutschrift von 7.500 Dollar Ende September noch zuschlagen. Sie dachten aber mehrheitlich, dass es trotzdem einen erneuten Rückgang geben werde. Die Frage ist nun, was potenziell vorgezogene Käufe für den Absatz im laufenden Vierteljahr und danach bedeuten. 

Musk hatte bereits gesagt, er rechne mit einigen harten Quartalen. Der Tech-Milliardär spielt die Bedeutung des Autoverkaufs für das Unternehmen aber schon länger herunter. Die Zukunft von Tesla werde in Robotaxis und humanoiden Robotern liegen, behauptet er. In beiden Bereichen steht der Konzern aber erst am Anfang – und trifft auf viel Konkurrenz. Insgesamt baute Tesla im vergangenen Quartal mit 447.410 Autos aller Modelle rund 4,8 Prozent weniger Wagen als ein Jahr zuvor. 

Musks Politik und mehr Konkurrenz 

Im ersten Vierteljahr galt die Übergangsphase beim Bestseller Model Y neben den Kontroversen um politische Aktivitäten von Tesla-Chef Elon Musk als ein Grund für den Rückgang. Doch auch im zweiten Quartal mit einer stabilen Produktion des Model Y lief es nicht besser. 

Tesla trifft im Elektroauto-Geschäft auf immer mehr Konkurrenz anderer Hersteller – während sich die Modellpalette des Vorreiters zumindest optisch kaum verändert. Zudem entscheiden sich im wichtigen US-Markt viele Käufer für Fahrzeuge mit Hybridantrieben oder Verbrenner-Motoren. Gleichzeitig fuhren die US-Autokonzerne ihre Elektro-Pläne bei den in Amerika populären großen Pick-ups zurück. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck ist jedoch kein Verkaufshit. 

Anhaltende Rückgänge in Europa 

In Europa ist Tesla weiterhin auf rasanter Talfahrt. Im August fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union nach Zahlen des Branchenverbands Acea im Jahresvergleich um 36,6 Prozent auf 8.220 Fahrzeuge. Im Juli gab es ein Minus von gut 42 Prozent. Teslas Anteil am EU-Automarkt sank inzwischen auf 1,2 Prozent. 

Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge übernahm Musk im Sommer selbst die Aufsicht über Produktion und Verkäufe in Europa, nachdem sein langjähriger Vertrauter Omead Afshar das Unternehmen verlassen hatte. Tesla hat sein europäisches Werk in Grünheide bei Berlin. Der Konzern selbst macht keine Angaben zu Ergebnissen in einzelnen Regionen und Ländern.

Musks Vermögen wächst weiter

Parallel zum Tesla-Quartalsrekord erreichte das Vermögen von Gründer Elon Musk einen neuen Höchstwert. Er besitzt nach Berechnungen des Magazins „Forbes“ als erster Mensch überhaupt ein geschätztes Vermögen von 500 Milliarden Dollar. Es besteht hauptsächlich aus Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla und der Raumfahrt-Firma SpaceX. Nach Berechnungen von „Forbes“ ist Musk damit um rund 150 Milliarden Dollar reicher als der Mitgründer des Software-Konzerns Oracle, Larry Ellison. 

Die Marke von 400 Milliarden Dollar hatte Musk erst im Dezember geknackt. Damals hatten Anleger darauf spekuliert, dass Tesla von Musks Nähe zum gerade gewählten US-Präsidenten Donald Trump profitieren wird. Zu Musks Unternehmen gehören unter anderem die Online-Plattform X, der KI-Entwickler xAI und die Firma Neuralink, die an Gehirnimplantaten arbeitet.

(ID:50579355)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung