Nach 25 Jahren: Arrivederci Fiat Punto

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Offenbar konnte Fiat Kleinwagen immer noch besser als die meisten anderen. Was die Turiner in den Jahren 1999 und 2005 mit gleich zwei neuerlichen Punktlandungen unter Beweis stellten. Zuerst startete im Juli 1999 der Nuova Punto (Typ 188) passgenau zum 100. Geburtstag von Fiat und das als ungleiches Kleinwagen-Zwillingspaar, je nach drei- oder fünftüriger Variante. Der betont dynamisch gezeichnete Dreitürer verfolgte nun ausgesprochen sportliche Ambitionen und sammelte als 162 kW/220 PS starker Abarth Rallye Motorsportlorbeeren. Ein von den Medien als „piccola bomba“ bejubelter Heißsporn, der Lust machte auf den 2005 lancierten Punto dritter Generation (Typ 199), denn der Abarth-Skorpion stach jetzt sogar mit Allradantrieb.

Leichte Verwirrung bewirkte Fiat allein bei der Namensgebung seiner kleinen Stückzahlen-Giganten, die ihre Plattform in dritter Generation sogar mit dem Opel Corsa D teilten und 2008 dem Alfa Mito als technisches Rückgrat dienten. Während der bis 2009 gebaute, knackig-kurze 3,80 Meter messende Typ 188 schlicht Punto hieß, mutierte der 2005 eingeführte und um 23 Zentimeter gestreckte Typ 199 zum Grande Punto. Daraus wurde dann mit dem ersten Facelift 2009 der Punto Evo, nur um mit der nächsten Modellpflege von 2012 die schlichte Bezeichnung Punto zu revitalisieren.

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So blieb es bis zum Ende dieses 13 Jahre gebauten Longsellers, der nur einmal wirklich negative Schlagzeilen machte. Ein desaströses Euro NCAP-Ergebnis Ende 2017 ließ vergessen, dass der Typ 199 alias Grande Punto bei seiner Premiere im Jahr 2005 noch mit einer 5-Sterne-Auszeichnung Maßstäbe gesetzt hatte. Antriebsseitig ließ sich der Alterungsprozess des Punto weit besser aufhalten.

Mit effizienten Erdgasmotoren, drehmomentstarken Dieselmotoren, nachgeschärften Abarth-Leistungsträgern und Downsizing-Zweizylindern verfügte der Fiat auf dem Höhepunkt seiner Karriere über eines der breitesten Aggregat-Angebote der kleinen Klasse. Auch die deutschen Platzhirsche konnten dem Punto in dieser Hinsicht nicht wirklich davonfahren. Mit dem stylisch gezeichneten Punto war es gesellschaftlich wieder schick geworden, einen kleinen Fiat zu fahren: Die entscheidende Vorarbeit für die Fiat-500-Familie, das italienische Kultauto des 21. Jahrhunderts.

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