Kreislaufwirtschaft Elektromotoren ein zweites Leben schenken

Von Cara Stibolitzki 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Mitglieder des Projekts „Reassert“ unter der Leitung von Zulieferer Schaeffler entwickeln Strategien, um nachhaltige E-Antriebe herstellen zu können. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Ziel des Projekts ist es, einen Elektromotor zu entwickeln, der leicht zu demontieren und für die Kreislaufwirtschaft geeignet ist. (Bild:  Schaeffler)
Ziel des Projekts ist es, einen Elektromotor zu entwickeln, der leicht zu demontieren und für die Kreislaufwirtschaft geeignet ist.
(Bild: Schaeffler)

„Reassert“ bedeutet so viel wie „sich erneut behaupten“. Im gleichnamigen Projekt unter der Leitung von Schaeffler soll sich ein nachhaltig gebauter Elektromotor zum zweiten Mal beweisen. Gemeinsam versuchen mehrere Unternehmen und Wissenschaftler, Elektromotoren zu entwickeln, die im Sinne einer modernen Kreislaufwirtschaft in einer zweiten Nutzungsphase verwendet werden können. Dabei setzen die Projektpartner auf drei Werterhaltungsstrategien: Repair, Reuse und Remanufacture.

Der Ansatz „Repair“ beschreibt den Austausch defekter Komponenten und Baugruppen. „Reuse“ bedeutet eine Wiederverwendung des kompletten Elektromotors in einer weiteren Nutzungsphase. Bei der Strategie „Remanufacture“ werden elektrische Motoren mit dem Ziel aufbereitet, hinsichtlich der Qualität einem Neuteil zu entsprechen. Falls der Zustand eines E-Motors keine Anwendung einer der drei genannten Strategien zulassen sollte, kann er immer noch recycelt werden.

Zum Konsortium hinter der Aktion gehören das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), das WBK Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Messtechnikspezialist Bright, ERP-Anbieter IFAKT sowie das Maschinenbau-Unternehmen Riebesam. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Nachbildung einer kompletten Prozesskette

Um Erfahrungen sammeln zu können, bauen die Projektteilnehmer eine komplette Prozesskette nach: von der Eingangsprüfung für die Klassifikation des Elektromotors über die Demontage, Entmagnetisierung, Reinigung, Befundung und Aufbereitung der Komponenten bis hin zur Remontage und End-of-Line-Prüfung, wo die Funktionsfähigkeit des Elektromotors untersucht wird.

Mit seinem Ansatz will das Konsortium insbesondere freien Werkstätten unter die Arme greifen, die angesichts des komplexen Aufbaus von E-Motoren oftmals vor einer großen Herausforderung stehen. Die Entwicklung einer kreislauffähigen Lösung dürfte sich zudem finanziell für Fahrzeugbesitzer auszahlen – sie müssen sich kein neues Aggregat anschaffen.

(ID:49878915)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung